Montag, 14. Januar 2019

Südtirols Kindergärten in Zahlen

Im Schuljahr 2018/19 besuchen insgesamt 16.623 Kinder, 8639 Buben und 7984 Mädchen, einen der 343 Kindergärten Südtirols. Das sind 75 weniger als im vorhergehenden Schuljahr. Eine Gruppe umfasst durchschnittlich 20 Kinder. Die aktuelle Studie des Landesamts für Statistik beschäftigt sich mit den Kindergärten in Südtirol.

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Foto: © shutterstock

74,1 Prozent der Kinder besuchen einen Kindergarten mit deutscher und 21,6 Prozent einen mit italienischer Unterrichtssprache. Die restlichen 4,3 Prozent sind in den Kindergarten einer ladinischen Ortschaft eingeschrieben.

Ausländerquote von 14,2 Prozent

Aufgrund der Zuwanderung relativ junger Menschen aus dem Ausland und deren größeren Kinderreichtum steigt die Zahl der hierzulande ansässigen Kinder, die nicht im Besitz der italienischen Staatsbürgerschaft sind, stetig an. Im laufenden Schuljahr besuchen 2354 ausländische Kinder den Kindergarten, was einer Ausländerquote von 14,2 Kindern je 100 Eingeschriebene entspricht.

4 von 5 Kindergartenkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind in Italien geboren. Es handelt sich dabei um die sogenannte zweite Ausländergeneration.

Die Kindergartenkinder ohne italienische Staatsbürgerschaft gehören zum größten Teil einem europäischen Nicht-EU-Land an (35,6 Prozent). Zusammen mit den EU-Bürgern (20,6 Prozent) stellen sie mehr als die Hälfte aller ausländischen Kindergartenkinder. Aus Asien stammen 21,7 Prozent der ausländischen Kinder, aus Afrika 18,8 Prozent. In Bezug auf das Herkunftsland sind die am häufigsten vertretenen Staaten Albanien (344 Kinder), Marokko (285), Pakistan (247), Kosovo (199) und Rumänien (153).

Aus dem deutschsprachigen Kulturraum, also aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, kommen insgesamt 92 Kinder, wovon der Großteil einen Kindergarten mit deutscher Unterrichtssprache besucht (72).

Ausländeranteil in italienischen Kindergärten höher

Der Anteil von ausländischen Kindern an den Kindergärten mit italienischer Unterrichtssprache beträgt 24,1 Prozent. Diese hohe Quote ist in erster Linie auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich italienische Kindergärten vor allem in den Städten befinden, wo die ausländische Bevölkerung vorzugsweise lebt. Demgegenüber liegt der Ausländeranteil an den Kindergärten deutscher Sprache bei 11,7 Kindern je 100 Eingeschriebene, an jenen in den ladinischen Ortschaften bei 7,8 Prozent.

Die Analyse der Verteilung der ausländischen Kindergartenkinder nach Bezirksgemeinschaft ergibt, dass auf Bozen der größte Teil entfällt. Zwei von drei ausländischen Kindern besuchen einen italienischen und ein Drittel einen deutschen Kindergarten der Landeshauptstadt. Nichteuropäische Kindergartenkinder sind auch im Überetsch-Südtiroler Unterland und im Burggrafenamt relativ häufig vertreten. In den anderen Bezirksgemeinschaften hält sich das Phänomen in Grenzen.

Vom Gesichtspunkt der Integration spielt neben der Muttersprache auch die Religionsangehörigkeit eine Rolle. Man kann davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der ausländischen Kindergartenkinder nicht dem Christentum angehört. Schätzungsweise stammen rund 50 Prozent aus einem vom Islam geprägtem Land und 5 Prozent aus Indien, China oder Südostasien, die vorwiegend einer orientalischen Glaubensgemeinschaft angehören.

stol

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