Hier erfahren Sie – egal ob Einheimischer oder Tourist – alles, was Sie über Südtirols spektakuläre Pässe und die dazugehörigen Pass-Straßen wissen müssen – inklusive Grafik.<BR /><BR /><BR />Vorneweg: Wenn nicht anders angegeben, sind die Pässe mautfrei und das ganze Jahr über geöffnet. Kurzfristig kann es wegen schlechter Wetterverhältnisse jederzeit zu Sperren kommen. Wintersperren gibt es am Stilfser Joch, Timmelsjoch, Staller Sattel und am Penser Joch je nach Schneelage von Oktober/November bis Mai/Juni.<BR /><BR /><BR /><b>Wir beginnen mit den 4 Grenzpässen, die von Südtirol ins benachbarte Österreich führen.</b><BR /><BR /><b>Brennerpass</b><BR />Der Brennerpass ist ein Grenzpass in den Ostalpen zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und Südtirol/Italien. Der Pass ist zusammen mit St. Gotthard, Simplon und Mont Cenis eine der 4 bedeutendsten Routen des Alpentransits, für den Straßenverkehr die meistgenutzte überhaupt. Er ist auch die meistbefahrene Verbindung zwischen Österreich und Italien.<BR /><BR />Fahren Sie über die Brennerautobahn, wird eine Maut fällig. Die Maut ist der Preis, den der Benutzer für Baukosten, Betrieb und Instandhaltung des Autobahnnetzes an die Konzessionsgesellschaften zahlt. Sie errechnet sich aus den gefahrenen Kilometern, multipliziert mit dem Preis pro Kilometer nach Fahrzeugklasse. Beispiel für Fahrzeuge der Klasse A (Pkw oder Motorrad): Von Sterzing zum Brenner zahlen Sie 1,30 Euro. <BR /><BR />Für die Überfahrt auf der Staatsstraße hingegen müssen Sie nichts bezahlen.<BR /><BR /><b>Reschenpass</b><BR />Der Reschenpass ist mit seinen 1508 Metern einer der niedrigsten Alpenübergänge überhaupt und verbindet den Vinschgau mit dem Bundesland Tirol. Kurz hinter dem Pass liegt der Renschensee mit seinem aus dem Wasser ragenden Kirchturm - eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südtirols. Der Alpenpass ist bis auf sehr seltene Ausnahmen ganzjährig geöffnet. Die Überfahrt ist kostenlos. Es gibt keine Beschränkungen.<BR /><BR /><b>Timmelsjoch</b><BR />Eine der spektakulärsten Pass-Straßen überhaupt. Das Timmelsjoch verbindet das Passeiertal bei St. Leonhard mit dem Ötztal in Österreich. Rund 30 Kilometer schraubt sich die Timmelsjoch-Passstraße in 44 Kehren hinauf auf den Berg bis auf 2509 Meter – und auf österreichischer Seite wieder hinunter. Die Fahrt ist kostenpflichtig.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665399_image" /></div> <BR /><BR />Die Mauttarife verstehen sich für die italienische und österreichische Seite der Timmelsjoch Hochalpenstraße. Die einfache Fahrt kostet mit dem Pkw 17 Euro, hin und retour 24 Euro, mit dem Motorrad 15 Euro für die einfache Fahrt, hin und retour 21 Euro. Die Rückfahrt ist innerhalb der ganzen Saison gültig und muss nicht am selben Tag erfolgen. Die Saisonkarte kostet für Pkw und Motorrad jeweils 80 Euro. <BR /><BR />Sonstige Fahrzeuge zahlen für die einfache Fahrt 28 Euro. Mit dem Bus zahlt jeder Passagier 5 Euro (Kinder 3 Euro). <BR /><BR />Die Befahrung der Timmelsjoch-Hochalpenstraße über die österreichische Seite bis zur Passhöhe ist uneingeschränkt möglich. Hier beträgt die maximale Fahrzeughöhe 4 Meter.<BR /><BR />Auf italienischer Seite gelten aufgrund der steilen und engen Straßenverhältnisse sowie der Brückenkonstruktionen folgende Einschränkungen:<BR /><BR />Die mautpflichtige Pass-Straße ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet, es herrscht ein Nachtfahrverbot. Die Fahrzeughöhe darf 4 Meter nicht übersteigen, auf Südtiroler Seite sind nur Wohnmobile und LKW mit einer Maximalbreite von 2,55 Metern und einem zulässigen Gesamtgewicht von 8 Tonnen erlaubt. Anhänger mit einer Länge über 4,50 Meter sind verboten. Die Gesamtlänge von Zugfahrzeug und Anhänger darf maximal 10 Meter betragen.<BR /><BR />Für Radfahrer erfolgt das Befahren auf eigene Gefahr. Eine funktionierende Fahrradbeleuchtung ist zwingend erforderlich.<BR /><BR /><b>Staller Sattel</b><BR />Der Staller Sattel ist ein Gebirgspass in den Ostalpen. Er verbindet das Antholzer Tal (Südtirol) im Westen mit dem Defereggental (Osttirol) im Osten und scheidet die Rieserfernergruppe im Norden von den Villgratner Bergen im Süden. Die Passhöhe liegt auf 2052 m Höhe. Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Saint-Germain 1920 verläuft über den Staller Sattel die Grenze zwischen Italien und Österreich.<BR /><BR />Die Besonderheit beim Staller Sattel ist seine Einbahnregelung. Zwischen dem Antholzer See und dem Pass ist der Staller Sattel aufgrund der geringen Straßenbreite immer nur in Einbahnregelung geöffnet (von Südtirol/Italien nach Österreich jeweils für 15 Minuten nach der halben Stunde und von Österreich nach Italien jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde). Wird dieses Zeitfenster verpasst, heißt es bis zu 45 Minuten warten. Nach 22 Uhr bis 5.30 Uhr morgens ist der Pass zudem gesperrt. <BR /><BR />Zwischen dem Biathlon Zentrum und dem Pass herrscht ein Fahrverbot für Busse, Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 t und Fahrzeuge mit Anhänger. Zwischen dem Antholzer See und dem Pass gilt ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einer Höhe über 3 Meter.<BR /><BR /><BR /><b>Und nachfolgend die wichtigsten Berg- und Passstraßen Südtirols in alphabetischer Reihenfolge</b><BR /><BR /><b>Campolongopass</b><BR />Der Campolongopass ist ein Pass in den Dolomiten zwischen dem Sella-Massiv und der Fanesgruppe in Italien. Er stellt die Verbindung zwischen Corvara (Gadertal, Südtirol) und Arabba (Buchenstein, Venetien) her. Mit einer Höhe von 1875 Metern ist er der niedrigste der 4 Pässe rund um den Sellastock (die anderen sind das Sellajoch, Pordoijoch und Grödner Joch). <BR /><BR />Es gibt keine Einschränkungen. <BR /><BR /><BR /><b>Furkelpass</b><BR />Der Furkelpass ist ein 1789 Meter hoher Gebirgspass in den Dolomiten. Der Pass liegt zwischen dem 2275 Meter hohen Kronplatz im Norden und dem 2507 Meter hohen Piz da Peres im Süden und verbindet die Ortschaften Olang im Pustertal und St. Vigil in Enneberg in Südtirol. Damit markiert der Pass auch die historische Sprachgrenze zwischen deutsch- und ladinischsprachigem Gebiet im Dolomitenraum.<BR /><BR />Die Pass-Straße ist 19 Kilometer lang und überwindet eine Höhendifferenz von 744 Metern.<BR />Einschränkung: Zwischen St. Vigil in Enneberg bis zur Passhöhe besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge, die länger als 12 Meter sind. <BR /><BR /><b>Gampenpass</b><BR />Der Gampenpass, kurz Gampen, ist ein 1518 Meter hoher Gebirgspass im Südtiroler Anteil der Nonsberggruppe. Mittels der Gampenpassstraße verbindet er das Etschtal mit dem Nonsberg. An der Passhöhe treffen die Burggräfler Gemeinde Tisens und die Deutschnonsberger Gemeinde Unsere Liebe Frau im Walde – St. Felix aufeinander; die nächstgelegenen Siedlungen sind Gfrill an der nördlichen und Unsere Liebe Frau im Walde an der südlichen Passrampe.<BR /><BR />Es gibt keine Einschränkungen und keine Maut.<BR /><BR /><b><BR />Grödner Joch</b><BR />Das 2121 Meter hohe Grödner Joch in den Dolomiten verbindet Gröden mit dem Gadertal, einem Seitental des Pustertales. <BR /><BR />Die Bergwelt am Grödner Joch ist überwältigend: im Süden der massige Sellastock, im Norden die Cirspitzen in der Puezgruppe mit dem Naturpark Puez-Geisler, im Westen die Langkofelgruppe und im Osten die Gipfel des Gadertales mit dem sagenumwobenen Reich der Fanes(gruppe). <BR /><BR />Einschränkung: Zwischen der Kreuzung Miramonti und Corvara herrscht ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge mit Anhänger. Außerdem gilt bei Murfrëit ein Verbot für Transporte von verunreinigenden Flüssigkeiten. Es werden keine Gebühren erhoben.<BR /><BR /><b>Hofmahdjoch</b><BR />Das 1781 Meter hohe Hofmahdjoch, kurz die Hofmahd ist ein Gebirgspass, der das Südtiroler Ultental mit dem Nonstal verbindet und die Ortler-Alpen von der Nonsberggruppe trennt. <BR /><BR />Während die Passrampen größtenteils zu Südtirol gehören, befindet sich die Passhöhe auf Trentiner Gebiet. Diese wird von einem einfach zu begehenden Wanderweg erschlossen. Die moderne Straße unterquert den Pass in einem rund 1600 Meter langen Tunnel, dessen Portale beidseits auf Südtiroler Gebiet liegen. Im Westen wird das Hofmahdjoch vom Kleinen Kornigl überragt, im Nordosten vom Laugen.<BR /><BR /><b>Jaufenpass (2094 Meter)</b><BR />Die Jaufenpassstraße ist 37 Kilometer lang und bietet dabei 37 wunderbare Kehren. Sie verbindet das Passeiertal bei St. Leonhard in Passeier mit dem Wipptal bei Sterzing und ist die kürzeste Verbindung zwischen Meran und Sterzing. Es fallen keine Mautgebühren an. <BR /><BR />Einschränkung: Von St. Leonhard in Passeier bis Gasteig bei Sterzing gilt ein Fahrverbot für Sattelschlepper und für Fahrzeuge mit Anhänger, die länger als 4,50 Meter sind. Bis voraussichtlich 20. August 2021 herrscht bei Kalch wegen Sanierungsarbeiten eine Einbahnregelung, es kann zu zeitweiligen Sperren bis zu einer Dauer von 15 Minuten kommen; außerdem gilt ein Fahrverbot für Busse und Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="670037_image" /></div> <BR /><b><BR />Karerpass</b><BR />Der Karerpass (1752 Meter) (italienisch Passo di Costalunga; fassanisch-ladinisch Jouf de Ciareja) ist der Pass zwischen dem Rosengarten und dem Latemar in den italienischen Dolomiten. Er verbindet das Eggental mit dem Fassatal (italienisch Val di Fassa) und somit Südtirol mit dem Trentino. Kurz unterhalb des Passes im Eggental liegt der weltberühmte Karersee.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665402_image" /></div> <BR />Einschränkung: Von St. Zyprian bis zum Karerpass gilt ein Fahrverbot für Fahrzeuge, die länger als 12 Meter sind (Ausnahme: Busse). <BR /><BR /><b>Kreuzbergpass</b><BR />Der Kreuzbergpass ist ein in der Nähe von Sexten im Hochpustertal gelegener Alpenpass zwischen Südtirol und Venetien (Provinz Belluno). Er verbindet das Sextental mit dem Cadore, hat eine Höhe von 1636 m und bildet die Wasserscheide zwischen dem Sextner Bach und dem Padola. Im Osten wird er von den Karnischen Alpen überragt. Im Westen erheben sich die Dolomiten, genauer die Sextner Dolomiten. Der Südtiroler Anteil der Sextner Dolomiten ist größtenteils im Naturpark Drei Zinnen unter Schutz gestellt, der am Kreuzbergpass seinen östlichsten Punkt findet.<BR />Es gibt keine Einschränkungen.<BR /><BR /><b>Lavazéjoch</b><BR />Das Lavazèjoch ist ein 1808 Meter hoher Gebirgspass in den Fleimstaler Alpen. Die Passhöhe liegt in der italienischen Provinz Trient, rund 800 Meter südlich der Grenze zu Südtirol. Sie verbindet das südseitige Val di Gambis, ein Seitental des Fleimstals, mit dem nordseitigen Eggental/Südtirol. Auf der Passhöhe zweigt eine Straße nach Westen zum Jochgrimm (Passo di Oclini) zwischen Weißhorn und Schwarzhorn ab. Im Osten überragt der Zanggen das Joch.<BR /><BR />Einschränkung: Zwischen Cavalese und dem Lavazéjoch gilt ein Fahrverbot für Sattelschlepper und Lkw mit Anhänger. <BR /><BR /><b>Mendelpass</b><BR />Der Mendelpass (1363 Meter) liegt südlich von Bozen und ist von Eppan oder Kaltern aus erreichbar. Er ist der tiefste Einschnitt des Mendelkammes zwischen dem Penegal im Norden und dem Roen im Süden: Der Mendelpass verbindet das Überetsch mit dem Nonstal und somit Südtirol mit dem Trentino. Die östliche Strecke auf den Pass ist eine bei Motorradfahrern und Radfahrern beliebte Bergstraße, mit 15 Kehren und einem Abschnitt mit bemerkenswertem Panorama. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665405_image" /></div> <BR />Einschränkung: Ab der Kreuzung bei Planitzing bis zum Mendelpass gilt ein Fahrverbot für Fahrzeuge, die länger als 9 Meter sind. <BR /><BR /><b><BR />Nigerpass</b><BR />Der Nigerpass ist ein 1690 Meter hoher Gebirgspass in den Südtiroler Dolomiten . Der unterhalb des Rosengartenmassivs gelegene Pass grenzt an den 1974 gegründeten Naturpark Schlern-Rosengarten. Er verbindet das Tierser Tal mit dem oberen Eggental nahe dem Karerpass. Seine maximale Steigung auf der gut ausgebauten und wenig befahrenen Straße beträgt 24 Prozent, er ist somit einer der steilsten Pässe Italiens. Trotzdem ist er ganzjährig geöffnet.<BR />Einschränkung: Von St. Zyprian bis zum Nigerpass gilt ein Fahrverbot für Fahrzeuge, die länger als 12 Meter sind. Busse ausgenommen.<BR /><BR /><b>Penser Joch</b><BR />Die Passhöhe des Penser Joch liegt auf 2211 Meter. Die Passstraße verbindet das Sarntal mit dem Wipptal bei Sterzing. Während der Fahrt kann man die freie Sicht auf die Sarntaler Alpen genießen.<BR /><BR />Einschränkung: Von Pens bis Sterzing gilt von 5.00 bis 20.00 Uhr ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einer Länge von über 12 Metern. <BR /><BR /><BR /><b>San-Lugano- Pass</b><BR />Der San-Lugano-Pass (auch San-Lugano-Sattel) ist ein Pass in den Fleimstaler Alpen, der das Etschtal bzw. Unterland mit dem Fleimstal und somit Südtirol mit dem Trentino verbindet. Auf der Passhöhe, auf einer Höhe von 1097 Metern, liegt der zur Gemeinde Truden gehörende Ort San Lugano. Im Nordosten überragt wird der Übergang von dem Schwarzhorn vorgelagerten Kuppen; unmittelbar südwestlich schließen im Naturpark Trudner Horn unter Schutz gestellte Höhenzüge an.<BR /><BR />Bis 1963 fuhr die Fleimstalbahn über den Sattel.<BR /><BR />Namensgeber ist Lukan von Säben, ein römisch-katholischer Heiliger aus dem 5. Jahrhundert. Es gibt keine Einschränkungen.<BR /><BR /><BR /><b>Sellajoch</b><BR />Das 2218 Meter hohe Sellajoch in Gröden befindet sich mitten zwischen der Sellagruppe und der Langkofelgruppe. Das Jëuf de Sela, wie das Sellajoch in ladinisch genannt wird, verbindet Wolkenstein im Grödnertal mit Canazei im Fassatal. Die Sellajoch-Straße ist mit 53,4 Kilometer recht lang, die Höhenangaben variieren etwas: Auf der Passhöhe wird das Sellajoch mit 2240 Metern angegeben.<BR /><BR />So wie das Grödnerjoch ist auch das Sellajoch ein viel befahrener Dolomitenpass. Ein Mal im Jahr beim „Sellaronda Bike day“ wird die Sellarunde für den Autoverkehr gesperrt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665408_image" /></div> <BR /><BR />Auffahrt von Canazei (1465): 11,3 Kilometer und 775 Höhenmeter<BR />19 Kehren winden sich, gleichmäßig ansteigend bei ca. 7%, von Canazei hinauf zum Pordoijoch. Nach 5,7 km zweigt links die Straße zum Sellapass ab. An der Abzweigung befindet sich ein Denkmal der italienischen Radsportlegende Fausto Coppi. Zwei Kehren weiter verläuft die Straße dann unter dem Sass Pordoi vorbei und steigt dann über vier weiteren Spitzkehren bis unter die Felswände der Sella auf.<BR /><BR /><BR />Auffahrt von Wolkenstein (1.560): 10,3 Kilometer und 780 Höhenmeter<BR />Die Straße führt zuerst durch Wolkenstein hinauf und führt über zwei Kehren durch den Wald nach Plan de Gralba. Nach 4,8 km und weiteren zwei Serpentinen zweigt links die Straße zum Grödner Joch ab. Wenige Kurven und einige Geraden führen, gleichmäßig ansteigend bei 6-8%, unter dem Sellastock hinauf zum Pass. Immer im Blick bleibt dabei der Langkofel.<BR /><BR />Einschränkung: Es besteht ein Fahrverbot für Sattelschlepper, LKW mit Anhänger und für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 33 t. <BR /><BR /><b>Stilfser Joch</b><BR />Das Stilfser Joch ist für Motorradfahrer und Autofreunde legendär und sorgt für berauschenden Fahrspaß. Die Stilfser-Joch-Straße in Südtirol ist eine der höchsten, schwierigsten und abwechslungsreichsten Alpenstraßen überhaupt und gilt als eine der imposantesten Straßen der Welt. 48 Kehren erfreuen das Herz von Gomagoi bis zum Stilfserjoch (2758 m). Von dort richten sich herrliche Ausblicke auch auf den Ortler (3905 m). <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665411_image" /></div> <BR />Das Stilfser Joch ist ein Gebirgspass in den Ortler-Alpen. Mit einer Höhe von 2757 Metern ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Es verbindet Bormio im Veltlin (Lombardei) mit Prad im Vinschgau (Südtirol). Auf der Westseite mündet auf 2503 Meter die über den Umbrailpass kommende Straße von Santa Maria ein. Ebenso auf dieser Seite durchfährt man etwas tiefer gelegen mehrere Kurztunnel. An der Ostrampe, die ins Trafoital hinabführt, kann man in Gomagoi auf 1260 Meter in das innere Suldental abzweigen. Auf 2188 Meter liegt auf der Ostseite das Berghotel Franzenshöhe.<BR /><BR /><BR />Die Passstraße ist durchgängig asphaltiert und in der Regel zwischen Ende Mai und November für den Verkehr geöffnet. Die Westrampe von Bormio wird meist etwas früher für den Verkehr geöffnet. Während der kurzen Öffnungszeit herrscht auf dieser Straße starkes Verkehrsaufkommen, vor allem durch Tourismus- und Freizeitfahrten. So versammeln sich bei dem „Internationalen Treffen“ in der ersten Juliwoche jedes Jahr dort hunderte Motorradfahrer.<BR /><BR />Einschränkungen: ab Trafoi besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einer Länge über 10,50 Meter, ab Bormio besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge, die höher als 3,30 Meter sind.<BR /><BR /><BR /><b>Valparolapass</b><BR />Der Valparolapass ist ein Pass in den Dolomiten in den italienischen Alpen. Er liegt in der Provinz Belluno (Venetien) nahe der Grenze zu Südtirol auf einer Höhe von 2168 Metern. Ein Teil der Straße zum Pass ist auf Südtiroler Gebiet. Der Valparolapass vermittelt einen Übergang vom nordseitig gelegenen Gadertal bzw. dessen südöstlichen Teilast, dem St.-Kassian-Tal, Richtung Süden nach Fodom.<BR /><BR />Südlich des Sattelpunktes, an welchem das Rifugio Passo Valparola steht, befindet sich etwas tiefer der Valparolasee. Die Straße steigt südseitig noch bis zu ihrem Scheitelpunkt von 2192 Metern an, wo sich ein Parkplatz sowie ein Museum befinden, um dann zum nur wenige Kilometer südöstlich liegenden Falzaregopass hinab zu führen.<BR /><BR />Der Valparolapass ist Teil der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen der Etsch und des Piave. Es gibt keine Einschränkungen. <BR /><BR /><BR /><b>Würzjoch</b><BR />Das Würzjoch ist ein 1982 Meter hoher Gebirgspass in den Südtiroler Dolomiten. Das Würzjoch verbindet das von Osten kommende Untermoital mit dem von Norden heraufsteigenden Lüsner Tal bzw. großräumiger das Gadertal mit dem Eisacktal. Von Westen erreicht auch das Aferer Tal die Passlandschaft; der Übergang vom Aferer zum Lüsner Tal, das 1866 m hohe Kofeljoch bzw. Halsl, liegt rund drei Kilometer westlich unterhalb vom Würzjoch. Gegen Süden steigen die im Naturpark Puez-Geisler unter Schutz gestellten Hänge vom Würzjoch zum Peitlerkofel an, im Norden erheben sich die sanften Böden der Lüsner Alm. Das Würzjoch liegt auf dem Gemeindegebiet von St. Martin in Thurn. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665414_image" /></div> <BR />Für den Verkehr ist das Würzjoch durch zwei Landesstraßen erschlossen. Die an einigen Stellen enge, aber gut ausgebaute Landesstraße 29 verbindet das Eisacktal im Westen mit dem Gadertal im Osten; in ihrem Verlauf steigt sie durch das Aferer Tal bergan, überwindet das Kofeljoch und das Würzjoch und steigt schließlich durch das Untermoital bergab. Die nochmals engere Landesstraße 30 führt vom nordseitigen Lüsner Tal herauf und trifft knapp westlich unter dem Würzjoch auf die Landesstraße 29. Eine weitere Zufahrtsmöglichkeit ergibt sich aus südwestlicher Richtung über das Villnößtal: Die von dort kommende Landesstraße 163 wechselt am Russiskreuz über die Wasserscheide ins obere Aferer Tal und mündet unterhalb des Kofeljochs in die Landesstraße 29.<BR /><BR />Das Verkehrsaufkommen ist gemessen an anderen, wichtigeren Alpenpässen niedrig. Im Winter ist das Würzjoch geschlossen, die Passhöhe bleibt aber von der Westseite her erreichbar.<BR /><BR />Einschränkung: Zwischen Afers und dem Würzjoch herrscht ein Fahrverbot für Busse (egal, welche Länge/Gewicht diese haben) und für Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 12 Meter und einem Gewicht von mehr als 24 t. Von St. Martin in Thurn/Gadertal bis zum Würzjoch herrscht ein Fahrverbot für Busse mit einer Länge über 12 Meter.<BR /><BR /><b>Berühmte Pässe in der Provinz Belluno nahe Südtirol</b><BR /><BR /><b>Falzaregopass (2109 Meter)</b><BR />Dieser Pass verbindet das Agordino-Tal und das Gadertal über den östlichsten Hochpunkt der Großen Dolomitenstrasse, die Staatsstraße 48, mit Cortina d'Ampezzo.<BR /><BR />Der Falzarego ist als eine der historischen Dolomiten-Etappen des Giro d'Italia bekannt geworden. Die Straße zum Falzarego-Pass und zu den umliegenden Pässen, mit ihren endlosen steilen Haarnadelkurven in einer atemberaubenden Landschaft ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer und Motorradfahrer.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665417_image" /></div> <BR /><BR />Einschränkung: Von Cernadoi bis zur Passhöhe besteht ein Fahrverbot für Sattelschlepper ab einer Höhe von 3,20 Meter und einer Länge über 13 Meter.<BR /><BR /><b>Fedaiapass</b><BR />Der Dolomitenpass Fedaia-Pass (2057 Meter) stellt die Verbindung zwischen Canazei im Fassatal (Provinz Trient, Region Trentino-Südtirol) und Malga Ciapela (Provinz Belluno, Region Venetien) am Fuße der Marmolata her. Die zumeist 5 bis 7 Meter breite Passstraße führt aus dem Fassatal über Alba und Penia in einigen Kehren und Galerien in die Senke zwischen Padonkamm im Norden und Marmolatagletscher im Süden.<BR /><BR />In etwa auf Passhöhe liegt der Fedaia-Stausee und östlich davon der natürliche Fedaia-See, die beide von einer der beiden Staumauern des Stausees getrennt sind. <BR /><BR />Einschränkung: Es besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einer Höhe über 4,50 Meter. <BR /><BR /><b>Pordoijoch</b><BR />Das Pordoijoch ist mit einer Scheitelhöhe von 2239 Metern der zweithöchste mit einer durchgehend asphaltierten Straße versehene Gebirgspass in den Dolomiten Italiens. Es verbindet Canazei im Fassatal (ital. Val di Fassa, fassanisch-ladinisch Fascia), Provinz Trentino mit dem Tal von Buchenstein (Ortsteil Arabba)/Venetien. <BR /><BR />Die kurven- und kehrenreiche Straße gilt mit ihren 60 Kehren als Traumpass unter Motorradfahrern und zählt zu den schönsten Europas.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="665420_image" /></div> <BR />Auffahrt von Canazei (1465): 12 Kilometer und 774 Höhenmeter<BR />27 nicht enden wollende Kehren winden sich von Canazei hinauf zum Pordoijoch. Nach 5,7 km zweigt links die Straße zum Sellapass ab. <BR /><BR />Auffahrt von Arabba (1602): 9,4 Kilometer und 640 Höhenmeter<BR />Von Arabba schlängeln sich 33 Serpentinen hinauf zum Passo Pordoi. Schon in Arabba winden sich die ersten Kehren bergwärts, dann wechseln sich Geraden mit Serpentinen ab. Ab der Hälfte der Strecke reiht sich Serpentine an Serpentine. Die Auffahrt ist gleich angenehm zu fahren wie die Auffahrt von Canazei aus, wenn auch minimal steiler.<BR /><BR />