Freitag, 14. Mai 2021

Südtirols „Schlacht mit dem Stimmzettel“

Vor 100 Jahren, am 15. Mai 1921, wählte Südtirol erstmals seine Abgeordneten für das italienische Parlament in Rom. Der Urnengang sollte vor allem der Weltöffentlichkeit zeigen, welches Unrecht dem Land durch den Vertrag von St. Germain angetan wurde. + Von Norbert Parschalk*

Im „Corriere della Sera“ wurden die ersten Südtiroler im Parlament in Rom als   „Quartetto Tedesco“ betitelt (von links):  Wilhelm von Walther, Karl Tinzl, Eduard Reut-Nicolussi und Friedrich Graf Toggenburg.
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Im „Corriere della Sera“ wurden die ersten Südtiroler im Parlament in Rom als „Quartetto Tedesco“ betitelt (von links): Wilhelm von Walther, Karl Tinzl, Eduard Reut-Nicolussi und Friedrich Graf Toggenburg.

Die erste Wahl im Staat Italien hatte für Südtirol eine große Bedeutung. Dass Edelweiß hatte seine Premiere als Parteisymbol, und um die Stimmzettel abzugeben, nahmen Bürger sogar stundenlange Wege in Kauf. Frauen hatten übrigens noch kein Wahlrecht.

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