Mittwoch, 26. August 2015

Südtirols Schule mit all ihren Stärken und Schwächen

Vielleicht ist eine gute Schule etwas ganz Gewöhnliches? Doch wie soll sie im Idealfall aussehen? Darüber gehen die Meinungen auch bei der Eröffnungskonferenz zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 auseinander.

Landesrat Philipp Achammer bei der Eröffnungskonferenz des Bildungsjahres 2015/2016. - Foto: lpa/me
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Landesrat Philipp Achammer bei der Eröffnungskonferenz des Bildungsjahres 2015/2016. - Foto: lpa/me

"Wie alle Institutionen, hat auch die Schule Stärken und Schwächen", erklärte Schulamtsleiter Höllrigl, "daher wird man sich auch nie darüber einig werden, wie eine Schule im Idealfall sein soll."

Er und Landesrat Philipp Achammer haben am Dienstag im Rahmen der Eröffnungskonferenz zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 die Führungskräfte der deutschen Schulen sowie des Bildungsressorts begrüßt. Höllrigl beschrieb die Schulen als einen Ort der Vielfalt, in dem niemand ausgegrenzt werden soll.

Schule ist den Herausforderungen gewachsen 

"Gerade aufgrund dieser Vielfalt und Widersprüchlichkeit kommen verschiedene Anforderungen und Erwartungen auf die Schulen und Kindergärten zu. Zugleich müssen sie als Bildungseinrichtungen viele gesellschaftliche Aufgaben übernehmen", betonte Höllrigl.

Lernen und Leben bilde dabei keinen Gegensatz, denn das Ziel sei nicht der Bildungsabschluss, sondern der Weg dorthin. Auch deshalb, so der Schulamtsleiter, seien Kindergarten und Schulen etwas Gewohntes, Vertrautes und Herkömmliches. 

In Menschen investieren

"Es brauch nicht Rahmenbedingungen, damit die Schule gut wird", meinte Landesrat Achammer, "sondern damit gut gearbeitet werden kann." Die Führungskräfte bräuchten dazu ein Umfeld, das möglich macht und nicht verhindert, um ihre Kompetenzen wahrnehmen zu können.

Die Lehrpersonen benötigten vor allem ein Klima des Vertrauens, der Sicherheit und der gesellschaftlichen Anerkennung. Die Schüler schließlich müssten in ihren Talenten und Fähigkeiten gestärkt und bestärkt werden und in der Schule Bezugspersonen finden, die sie zweifelsohne prägen.

"Unser größtes Kapital sind die Menschen, deshalb müssen wir auch darin investieren", unterstrich Landesrat Achammer, "Bildungspolitik ist daher ganz zentral Gesellschaftspolitik und wird deshalb immer im Fokus der Aufmerksamkeit stehen." 

An der Eröffnungskonferenz zum neuen Schuljahr nahmen Direktoren der deutschsprachigen Kindergärten, Grund-, Mittel- und Oberschulen, Landesberufsschulen, Fachschulen der forst-, land- und hauswirtschaftlichen Berufsbildung sowie der deutschen und ladinischen Musikschulen aus allen Landesteilen teil. Aber auch zahlreiche Führungskräfte des Bildungsressorts waren in der Aula Magna des Gymnasiums "Walther von der Vogelweide" in Bozen anwesend. 

stol/lpa

stol