Passend zum Auftakt der neuen Wintersportsaison traf sich der Verband der Südtiroler Skischulen zur Jahresversammlung in Bozen. Einer der Schwerpunkte betraf das Berufsbild der Ski-, Langlauf- und Snowboardlehrer. Dieses erfordere eine Weiterentwicklung, da sich nun mal auch die gesamte Branche weiterentwickle. Demzufolge müssten sich Skischulen umorientieren und versuchen, das Tätigkeitsprogramm auf das gesamte Jahr auszudehnen.<BR /><BR />„Es ist natürlich essenziell, die Ausbildung der Nachwuchskräfte weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, gleichzeitig müssen wir ihnen dann auch Sicherheiten und berufliche Perspektiven gewährleisten“, bringt es Robert Demetz in seiner Funktion als Präsident der Berufskammer der Skilehrer auf den Punkt. <h3> Job nach wie vor gefragt</h3>Wie die derzeit 400 Kandidaten in Ausbildung bezeugen, sei der Job als Skilehrer nach wie vor gefragt. Jedoch merke man, dass vielen die rund vier Monate Beschäftigung im Winter nicht mehr ausreichen. Hierbei würden sich mehrere gesellschaftliche Faktoren bemerkbar machen, so etwa die Verlängerung der Gastgewerbesaison oder die schulische und universitäre Ausbildung, die sich immer mehr in die Länge ziehe. Viele Handwerker hätten in früheren Jahren eine Freistellung im Winter genutzt, um ihrem Zweitberuf als Skilehrer nachzugehen, diese Praxis werde immer seltener. Viele Schneesportlehrer nehmen zwar noch die dreijährige Ausbildung in Angriff, allerdings wechseln sie nach einer gewissen Zeit verstärkt in einen anderen Beruf. <BR /><BR />Somit gelte es, den Schneesportlehrern neue Perspektiven schmackhaft zu machen. Konkret heißt das: Im Winter zeigen sie den Kursteilnehmern den perfekten Carvingschwung oder die Skatingtechnik beim Langlaufen, im Sommer dagegen bringen sie den Gästen als Wander- oder Mountainbike-Guides die Südtiroler Bergwelt näher. <h3>Die Schneesportbranche denkt um</h3>Demetz weist darauf hin, dass das Umdenken einer ganzen Kategorie bereits in vollem Gange sei: „Wir kennen das von Skischulen im Trentino, aber auch Südtiroler Skischulen sind in dieser Hinsicht bereits aktiv geworden und öffnen sich den sommerlichen Aktivitäten. Allerdings erfordern die unterschiedlichen Tätigkeiten auch zwei unterschiedliche Gesellschaften mit entsprechendem bürokratischem Aufwand. Somit müsse man nun die verwaltungstechnischen und fiskalischen Anpassungen in Angriff nehmen. <BR /><BR />Gemäß aktuellen Zahlen gibt es in Südtirol derzeit 68 Skischulen mit rund 3.000 aktiven sogenannten Schneesportlehrern, die hierzulande das Skifahren, Snowboarden und Langlaufen unterrichten.