Die gute Nachricht aus den Forscherlabors: Es gibt einen besonders verlässlichen Schutz vor dem Virus, und jede und jeder kann dafür etwas tun. Damit könnten viele für den bevorstehenden Herbst und Winter recht gut gerüstet sein. <BR /><BR />Auch nach mehr als 2 Jahren mit dem Virus gibt es noch Menschen, die sich bisher noch nie infiziert haben. Und das nicht etwa, weil sie besonders vorsichtig waren und daher nie in der Nähe von Infizierten waren. Aber an ihnen prallt der Erreger irgendwie ab, sie fangen sich die Krankheit einfach nicht ein. <BR /><BR />Erklärungsversuche für dieses Phänomen gibt es viele, aber eine wissenschaftlich abgesicherte Antwort noch nicht. Immerhin sind die Forscherinnen und Forscher dieser „Super-Immunität“ auf der Spur. Wohin sie führt, hat ein Team der Oregon Health & Science University in Portland (USA) bereits deutlich ausgemacht. <h3> Impfung und Genesung</h3>Die Forscher bestätigen, dass es eine solche „Super-Immunität“ tatsächlich gibt, und zwar besonders bei Menschen, die einen doppelten Schutz aufgebaut haben: durch Genesung und Impfung. Diese Kombination bringe eine deutlich verbesserte Immunität als bei Menschen, die nur geimpft oder nur genesen sind, lautet eines der Studienergebnisse.<BR /><BR /> Interessant ist, dass es dabei keine Rolle spielt, ob die Personen zuerst eine Covid-Erkrankung auskurieren und sich dann impfen lassen oder umgekehrt. Wie Blutanalysen zeigen, ist der Anteil der neutralisierenden Antikörper 10-mal höher als bei Menschen, die noch nie mit dem Virus infiziert waren. Damit haben alle, die geimpft sind und zum Beispiel in der Sommerwelle eine Infektion auskuriert haben, gute Karten für Herbst und Winter. <h3> Ein besonderes Protein</h3>Es gibt aber auch deutliche Hinweise dafür, dass einige Menschen tatsächlich mit einer Art Schutzschirm gegen das Virus geboren sind – also ohne Genesung oder Impfung mit dem Erreger fertig werden. Dieser „natürliche Immunität“ geht ein internationales Forscherteam unter der Federführung der Universität Tor Vergata in Rom nach, in das Projekt eingebunden ist auch die Rockefeller University in New York. Nach den ersten Forschungsergebnissen spielen Interferone dabei eine wichtige Rolle. Diese Proteine werden von den Zellen produziert, um zum Beispiel bedrohliche Viren abzuwehren. <BR /><BR />Wie der Genetiker Giuseppe Novelli von der Universität Tor Vergata erklärt, bremst ein genetischer Defekt bei vielen Menschen die Interferon-Produktion, was zu schweren Corona-Verläufen führen kann. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />