Mittwoch, 18. März 2020

Supermärkte bleiben am Sonntag geschlossen

Am kommenden Sonntag bleiben fast alle Supermärkte in Trentino-Südtirol geschlossen. Die Entscheidung betrifft die Verkaufspunkte der gesamten Region Trentino-Südtirol. Die Gewerkschaften sind zufrieden: „Auch so wird die Gesundheit der Beschäftigten geschützt“.

Am kommenden Sonntag bleiben die meisten Lebensmittelgeschäfte geschlossen. (Symbolbild)
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Am kommenden Sonntag bleiben die meisten Lebensmittelgeschäfte geschlossen. (Symbolbild) - Foto: © APA/dpa / Kay Nietfeld
Dies haben die Gruppen Poli Orvea, SAIT und 'Famiglie Cooperative di Consumo', Aspiag Despar, DAO Conad und Eurospin, Aldi, und Mpreis für ihre jeweiligen Verkaufspunkte beschlossen. Zuvor hatte der Dachverband Confcommercio die Empfehlung ausgegeben, die Lebensmittelgeschäfte an Sonntagen zu schließen. Der hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol hatte sich dieser Empfehlung angeschlossen.

„Diese Entscheidung geht in die richtige Richtung und ermöglicht einen besseren Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten in den Supermärkten, die in dieser Notlage einen hohen Grad von Verantwortung zeigen“, erklären die Verantwortlichen der Fachgewerkschaften. Es handelt sich aber im Moment um eine Einzelentscheidung, das bedeutet, die Entscheidung ist an die einzelnen Betriebe gebunden. Außerdem betrifft der Beschluss nur den kommenden Sonntag, 22. März.

Verschnaufpause für Verkäufer


„Um diese Maßnahme zu verstärken und sie auf alle auszudehnen ist auch ein gezielter Eingriff der beiden Provinzen von Trient und Bozen notwendig, welcher für alle die Schließung am Sonntag bis zum Ende der Ausnahmesituation aufgrund der Ansteckungsgefahr zwingend vorsieht“. Seit Beginn haben die Gewerkschaften die Meinung vertreten, dass Sonntagsöffnungen nicht notwendig sind und dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Verkäufern, die in diesen schwierigen Tagen weiterhin täglich für die Kunden da waren, eine kleine Verschnaufpause zu gönnen.

Es kam auch zu einigen Protesten. „Die Besorgnis bei den Menschen, die an der Kasse oder hinter der Theke arbeiten, bleibt hoch, und es braucht auch für diese Beschäftigten Sicherheitsvorrichtungen und die absolute Einhaltung der Vorbeugungsmaßnahmen. Schlussendlich trägt man mit der sonntäglichen Schließung auch dazu bei, die Mobilität der Personen einzuschränken. Die Pflicht, wenn möglich zu Hause zu bleiben, für die eigene und die Gesundheit für jene, die arbeiten müssen, ist eine Pflicht für alle.“

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stol