Mittwoch, 27. Mai 2020

Bussoleno: Zwillingsschwestern nach Monaten tot aufgefunden

Am Dienstagnachmittag haben die Carabinieri in Bussoleno, in der Nähe von Turin, einen tragischen Fund gemacht. In einem Haus haben sie die Überreste von 2 Frauen entdeckt.

Die Carabinieri entdeckten in einem Haus in Bussoleno 2 Frauenleichen.
Die Carabinieri entdeckten in einem Haus in Bussoleno 2 Frauenleichen. - Foto: © lie
Das Haus der beiden Zwillingsschwestern Maria (66) und Vittoria Perottino (66) in Bussoleno im Susatal war verwildert, der Postkasten war voll. Die Nachbarn dachten, dass die im Dorf bestens bekannten Schwestern umgezogen seien, aber dem war nicht so.

Als die Beamten der Carabinieri am Dienstagnachmittag nach dem Rechten sahen, entdeckten sie die bereits bis aufs Skelett verwesten Leichen der beiden Schwestern.

Die beiden Frauen, die in der Küche und im Schlafzimmer aufgefunden wurden, dürften schon seit Monaten tot sein. Wie das Tagblatt „l'Adige“ berichtet, zeigten sich die Nachbarn schockiert, als sie vom Tod der Schwestern erfuhren. Sie hatten wegen des Corona-Lockdowns keinen Verdacht geschöpft, da die beiden Schwestern schon immer sehr zurückhaltend waren, so wie es viele Menschen in Piemont sind, fügte der Anrainer hinzu.

Laut den Ermittlern sei es schwierig festzustellen, wer von den beiden Frauen zuerst starb. Man gehe davon aus, dass Einsamkeit zum Tod geführt haben könnte, nachdem eine der beiden Schwestern starb. Die genaue Todesursachen müssen noch von einem medizinischen Gutachter ermittelt werden.

jno

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