Zusammengelegte Abteilungen, längere Wartezeiten, Verlegung in andere Spitäler: So wirken sich die Suspendierungen von Angestellten auf die einzelnen Gesundheitsbezirke aus. <BR /><BR /><BR /><BR />399 Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebes sind derzeit vom Dienst suspendiert, weil sie nicht gegen Corona geimpft sind. Ein Rundruf in den Gesundheitsbezirken zeigt, dass sich das nicht überall gleich dramatisch auswirkt. Während etwa in Bruneck bereits Abteilungen zusammengelegt werden, um in anderen die Ausfälle zu kompensieren. Andernorts laufen die Dienste auf Normalbetrieb. Noch. Denn noch sind die Impfpositionen von einigen 100 Sanitätsbediensteten in Abklärung.<BR /><BR />108 Mitarbeiter sind im <b>Gesundheitsbezirk Meran</b> derzeit suspendiert. „Bei uns gibt es keine Konzentration an Suspendierten, weder im Krankenhaus Meran noch in Schlanders“, sagt Bezirks-Direktorin Irene Pechlaner. Einzig bei den Hebammen gebe es eine Häufung. Aber für die habe man Ersatz gefunden. „Der Dienst läuft tadellos und wir hatten sogar mehr Geburten als in den Jahren zuvor“, so Pechlaner. <BR /><BR />Probleme gebe es in einigen anderen Abteilungen trotzdem. „Aber weil es da bereits zuvor einen Personalengpass gegeben hat“, so Pechlaner. Noch seien aber ja Suspendierungen ausständig. „Wir erfahren das ja immer erst als Letzte und müssen dann schauen, wie wir tun“, ärgert sie sich. Nicht jeder sei mit jedem ersetzbar. <BR /><BR />Ähnlich sieht es ihr Brunecker Kollege Gerhard Griessmair. Im <b>Gesundheitsbezirk Bruneck</b> sind derzeit 51 ungeimpfte Mitarbeiter vom Dienst suspendiert. Anders als in Meran und Schlanders konzentrieren sich hier die Suspendierungen auf einzelne Bereiche. „Vor allem Pädiatrie, Psychiatrie und Kinderreha sind davon betroffen“, so Griessmair. Um die Ausfälle zu kompensieren, wurde beschlossen, die 2 Traumaabteilungen zusammenzulegen. „Dadurch werden 10 bis 11 Stellen frei, mit denen wir diese Dienste und auch die Abteilung Medizin potenzieren können“, so der Bezirksdirektor. Auch wird die Covid-Beobachtungsstation geschlossen. <BR /><BR />Dass die getroffenen Maßnahmen nicht reichen könnten, dessen ist sich Griessmair durchaus bewusst. „Wir sind ja noch nicht am Ende mit den Suspendierungen“, sagt er. Dann müsse man wohl Leistungen zwischen den Krankenhäusern abstimmen. Im Klartext: Im Notfall muss eben eine Abteilung in einem Spital geschlossen werden, die Patienten ins andere Spital fahren.<BR /><BR />115 Suspendierte sind es derzeit im <b>Gesundheitsbezirk Bozen</b>. „Auf dem Territorium sind vor allem die Reha und die Spengel betroffen“, sagt Verwaltungsdirektor Luca Armanaschi. Während bei in den Sprengeln die Dienste nicht beeinträchtigt sind, gibt es bei der Reha bereits eine Verlängerung der Wartezeiten. „Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, werden wir zusammen mit der Betriebsführung eine Notlösung finden und z.B. Leistungen von Privaten einkaufen müssen.“ <BR />Anders das Bild im Bozner Krankenhaus. Hier sind es vor allem die Abteilungen Innere Medizin und Geburtshilfe, die zahlenmäßig die meisten Suspendierten aufweisen. In der Nephrologie mussten 4 Betten bereits geschlossen werden. „Wir sind beinahe am Limit“, so Armanaschi. „Bei den nächsten Suspendierungen riskieren wir, Dienste einstellen und weitere Betten schließen zu müssen.“ <BR /><BR />59 Mitarbeiter sind derzeit im Gesundheitsbezirk Brixen suspendiert.<BR />