<BR />Die SVP hat im Dezember ein großes Paket zur deutschen Schule verabschiedet. „Wir sind mit allen Maßnahmen in Umsetzung, bei einigen in Klärung“, berichtete Landesrat Achammer in der SVP-Arbeitsgruppe Schule. Am „vielversprechendsten“ sei der Einsatz pensionierter Lehrkräfte für Sprachförderung in Kleingruppen am Nachmittag. Das Pilotprojekt am Schulsprengel Europa/Bozen soll ab Herbst auf Bozen, Meran, Leifers ausgedehnt werden. Dazu gibt es im Mai einen Aufruf. <BR /><BR />Die Boni für Lehrer in komplexen Sprachsituationen werden derzeit im Kollektivvertrag verhandelt. Es geht um Prämien oder Stundenfreistellungen/Reduzierungen, damit sie mehr Zeit für Elternarbeit haben. In der flankierenden Jugendarbeit wurden „Time-Out“-Projekte für die Mittelschule in Jugendzentren genehmigt. „Damit Jugendliche nicht zu Schulabbrechern werden“, meint Achammer.<BR /><BR />Die Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache (DAZ) wurde in der Leistungsvereinbarung mit der Uni verankert. „Über Plansoll und Klassengröße verhandeln wir gerade mit den Schulen“, sagt Achammer. Die Sprachstanderhebung soll im nächsten Kindergartenjahr starten. Das erste Modul, ein einheitliches Übertrittsdokument vom Kindergarten an die Schule, ist in der Begutachtungsschleife mit den Schulen. <h3> „Es tut sich mehr als in den letzten zehn Jahren“</h3>Wo es hakt, ist die Unterbrechung der digitalen Einschreibung in die Grundschule, damit diese „mit Vorbehalt“ erfolgen könne. Hier bremst der Garant für die Privacy. Im Bildungsomnibus zu verankern sind die individuellen Bildungspläne, welche die SVP am Montag auf Migranten begrenzt hat, sowie die Mitwirkungspflicht der Eltern.<BR /><BR />„Es tut sich mehr als in den letzten zehn Jahren“, so Harald Stauder, Vorsitzender der SVP-Arbeitsgruppe Schule. Macht dies die deutsche Schule aber denn nicht noch attraktiver für Kinder anderer Sprachgruppen? „Wir müssen uns entscheiden, was wir wollen: Förderung für alle oder nur für gewisse? Wenn wir Förderung für alle wollen, dann kann das ein Faktor sein, weshalb Eltern ihre Kinder in die deutsche Schule einschreiben. Trotzdem bin ich klar für Förderung für alle“, sagt Achammer.<BR /><BR />Stauder spielt den Ball an die italienische Schule. „Man hat uns viele Projekte vorgestellt, doch scheinen diese nicht bis zu den Eltern durchgedrungen zu sein.“ Die italienische Schule müsse „liefern“, damit Eltern ihre Kinder dort lassen.