Ausgearbeitet wurde das Paket von einer Arbeitsgruppe, die vor rund einem Jahr ins Leben gerufen worden war, nachdem an einzelnen Schulstandorten ein deutlich gestiegener sprachlicher Förderbedarf festgestellt worden war.<h3> Sprachstandserhebungen im Kindergarten, Eltern stärker einbinden</h3>Vorgesehen sind in dem Maßnahmenpaket laut Aussendung der SVP unter anderem Sprachstandserhebungen bereits im Kindergarten ab dem vierten Lebensjahr: „Es handelt sich um standardisierte Sprachstandserhebungen für den Kindergarten, die etwa im deutschen Sprachraum bereits gebräuchlich sind“, so Bildungslandesrat Philipp Achammer.<BR /><BR />Das Maßnahmenpaket sieht zudem vor, individuelle Bildungs- und Sprachförderpläne einzuführen und Schülerinnen und Schüler im Unterricht einzelner Fächer stärker nach Sprachniveau zu gruppieren. Zudem soll die Mitwirkung der Eltern verbindlicher geregelt werden, gegebenenfalls auch mit Sanktionen. Gleichzeitig ist vorgesehen, zusätzliches Fachpersonal für Deutsch als Zweitsprache einzusetzen.<h3> Übergangsangebote für neu zugezogene Kinder</h3>Darüber hinaus sollen Übergangsangebote für neu zugezogene Kinder eingerichtet und der Ausbau der Sprachförderung über Vereine vorangetrieben werden. Auch pensionierte Lehrpersonen sollen künftig stärker in Förderprogramme eingebunden werden. <BR /><BR />Langfristig wird geprüft, ob der Aufstieg in die nächste Klasse stärker an die Sprachkenntnisse geknüpft und ein zusätzliches verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt werden soll, wenn grundlegende Sprachkompetenzen fehlen. Diese Punkte würden allerdings gesetzliche Änderungen auf staatlicher Ebene erfordern.<BR /><BR />Ziel der Maßnahmen ist es, den Unterricht in deutscher Sprache an besonders betroffenen Einrichtungen zu stabilisieren. Die Fortsetzung der Arbeiten wurde angekündigt, einzelne Maßnahmen sollen im Rahmen eines Bildungsprogramms im Frühjahr 2026 umgesetzt werden.