Die Physiotherapeutin dachte anfänglich an eine Verwechslung, wie sie im Interview erzählt. <BR /><BR /><BR /><b> Waren Sie von der Auszeichnung überrascht?</b><BR />Syvia Gadler: Sehr, sie kam völlig überraschend. Mitte Juli hatte ich eine E-Mail vom Amt für Zeremoniell des Landes erhalten, in der ich über die Auszeichnung informiert wurde. Ich dachte an eine Verwechslung und habe nachgefragt, doch es hieß: „Nein, die Auszeichnung geht an Sie.“ So habe ich davon erfahren.<BR /><BR /><b>Sie engagieren sich stark ehrenamtlich. Ist das für Sie eine Leidenschaft?</b><BR />Gadler: Im Jahr 2005 habe ich als Ehrenamtliche beim Roten Kreuz begonnen, ohne viel darüber zu wissen. Schließlich habe ich verschiedene Tätigkeiten übernommen und bin auf die eine oder andere Weise immer dabeigeblieben. Es gab immer etwas zu tun.<BR /><BR /><b>Welche Tätigkeiten haben Sie innerhalb des Roten Kreuzes ausgeübt?</b><BR />Gadler: Begonnen habe ich im Rettungsdienst mit dem Krankenwagen in Leifers. Ein paar Jahre später wurde ich Referentin für die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes in Leifers. 2016 wurde ich gefragt, ob ich in den Vorstand des Landeskomitees möchte. Ich habe zugesagt und blieb bis 2024, als meine zweite Amtszeit endete. In jenen Jahren habe ich mich um die neuen territorialen Komitees in verschiedenen Teilen des Landes gekümmert. Am Anfang gab es eines in Bozen, dann kamen zwei weitere dazu, inzwischen sind es fünf. Vier Jahre lang war ich stellvertretende Landesvorsitzende des Roten Kreuzes. Gleichzeitig war ich auch weiter ehrenamtlich tätig, also nicht nur im Bereich der Verwaltung und Organisation. Freiwilligenarbeit zu machen gefällt mir, ich bin auch heute noch ehrenamtlich tätig.<BR /><BR /><b>Was hat Ihnen am meisten Freude bereitet?</b><BR />Gadler: Alle Tätigkeiten waren schön, ich habe sie alle gerne gemacht.<BR /><BR /><b>Was gibt Ihnen das Ehrenamt persönlich?</b><BR />Gadler: Sehr viel. Für mich ist es etwas ganz Normales, während der Woche Zeit mit ehrenamtlicher Tätigkeit in verschiedenen Bereichen zu verbringen. Es bereitet mir viel Freude, vor allem die Reaktionen der Menschen. Oft macht man diese Dinge ganz selbstverständlich. Aber wenn man Rückmeldungen und Anerkennung bekommt, dann denkt man: „Ich tue tatsächlich etwas Gutes für jemanden.“<BR /><BR /><b>Wie viel Zeit investieren Sie durchschnittlich pro Woche in ehrenamtliche Tätigkeiten?</b><BR />Gadler: Zehn bis zwanzig Stunden pro Woche – das hängt von den jeweiligen Zeiten bzw. Phasen ab. <BR /><BR /><b>Sie waren auch lange Blutspenderin. 2019 wurden Sie sogar für Ihr kontinuierliches Engagement ausgezeichnet.</b><BR />Gadler: Ja, ich war lange Jahre Blutspenderin und habe auch Knochenmark gespendet. Auch das war eine große Freude. Es hat mich glücklich gemacht.