„Das Reizvolle auf diesem Weg ist für mich das „Zu-sichselber-Kommen“, sagt eine Pilgerin. „Das Ziel der Diözesanwallfahrt ist letztlich nicht eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, sondern das Aufbrechen hin zum lebendigen Gott. Den Weg findet aber nur, wer sich auf den Weg macht – und diese Erfahrung machen wir auf eindrucksvolle Weise auf unserer Diözesanwallfahrt nach Santiago de Compostela“, schreibt Anton Mair am Tinkhof, der Leiter des diözesanen Pilgerbüros, in einer Aussendung dazu.„Beten heißt auch Hörende zu sein", sagte Bischof Ivo Muser am Mittwoch, "denn Gott spricht zu uns sobald sein Wort verkündet wird, durch die Schöpfung, durch alltägliche Ereignisse und Begegnungen. Wer hört, wird entdecken!“Beim Gottesdienst in O Cebreiro am Mittwoch hatte Bischof Ivo vom „Weg“ gesprochen. Das Pilgern auf dem Jakobsweg, das Unterwegssein im Glauben, sei "Symbol für den je eigenen Lebens- und Glaubensweg". Muser lud zu einem dreifachen Aufbrechen ein: zum Aufbrechen zu sich selbst („der weiteste und mühsamste Weg ist der Weg zu uns selber; das ist der Weg der Umkehr“), zu den Mitmenschen („alle Menschen zu lieben, das kostet gar nichts; konkret den Menschen neben mir zu lieben, den Nächsten im wahrsten Sinn des Wortes, da wird Glaube konkret“) und hin zu Gott („diese Beziehung bleibt ein Suchen und Fragen, ein Ringen und immer wieder ein Beginnen, bis wir dort ankommen, wofür wir geschaffen sind“).Die diözesane Pilgergruppe feiert am Donnerstag und Freitag in der Kathedrale von Santiago Eucharistier. Am Freitagabend kehren die Pilger nach Hause zurück.stol