„Der alpine Raum ist nicht nur Sehnsuchtsort, sondern auch Lebensgrundlage und soll das auch bleiben“, betont AVS-Präsident Georg Simeoni. „Es dürfen keine weiteren Belastungen für die einheimische Bevölkerung, Natur und Landschaft dazukommen. Ein grundlegendes Umdenken ist erforderlich: Rückbau statt Ausbau, konsequenter Landschafts- und Umweltschutz, konkrete Maßnahmen zur Entlastung des alpinen Raums.“<h3> Freiwilliges Engagement für eine nachhaltige Zukunft</h3>Im Vorfeld des Internationalen Jahres der Freiwilligen im Dienst der nachhaltigen Entwicklung 2026, das von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, hebt der AVS die zentrale Rolle des ehrenamtlichen Engagements hervor. In Südtirol leisten unzählige Freiwillige allein im AVS – von Wegewarten über Familien- und Jugendgruppenleitern bis zu Tourenleitern und Wanderführern – einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der Bergwelt. <BR /><BR />Wegewarte sorgen durch die Instandhaltung für den Zutritt und die Lenkung der Besucher, Familien- und Jugendgruppenleiter und alpine Führungskräfte arbeiten in der Sensibilisierung. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1248126_image" /></div> <BR /><BR />„Ohne das Engagement unserer Mitglieder und ehrenamtlichen Funktionäre wäre nachhaltiger Bergsport und aktiver Naturschutz in Südtirol nicht möglich“, sagt Simeoni. „Freiwillige sind die stillen Hüter unserer Berge – ihr Einsatz verdient Anerkennung und Unterstützung.“<BR />Der AVS setzt sich aktiv für den Schutz naturbelassener Gebiete ein und fordert, dass bestehende Schutzkategorien nicht untergraben werden. Die Berge sollen Orte der Ruhe und Erholung für Menschen bleiben und Lebens- und Rückzugsräume für Flora und Fauna, die der Mensch respektiert. <h3> AVS: „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“</h3>Mit Projekten wie „1000 Schritte zum Klimagipfel“ oder autofreien Tourenangeboten zeigt der AVS, wie nachhaltiger Bergsport in Südtirol möglich ist. Im Jahr 2026 wird auch das Kursangebot zunehmend nachhaltiger: Für ehrenamtliche Funktionäre und Mitglieder sollen die Kurse verstärkt in den Bezirken organisiert werden. So können Anfahrtswege verkürzt werden und es wird zugleich immer mehr Menschen ermöglicht, sich wohnortnah Wissen und Können in alpinen Sportarten, Wetterkunde und Orientierung am Berg anzueignen. <BR /><BR />Zum Tag der Berge ruft der AVS Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – für die Natur, für die Menschen und für die Zukunft. Denn nachhaltige Entwicklung beginnt dort, wo wir leben: In Südtirol – und sie lebt vom freiwilligen Engagement und von vielen kleinen Schritten. <h3> Bauernbund: „Müssen schützen, was uns schützt“</h3>Auch der Südtiroler Bauernbund ruft zum internationalen Tag der Berge zu einem verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit den Bergen und ihren sensiblen Ökosystemen auf. <BR /><BR />Intakte Berggebiete seien für Menschen, Tiere, Pflanzen und Wirtschaft von existenzieller Bedeutung – besonders in einem Land wie Südtirol. Daher müsse die Verantwortung für die Bergwelt gestärkt werden. <BR /><BR />Seit jeher üben die Berge auf Menschen eine besondere Faszination aus. Über ihre Bedeutung wissen jedoch viele nicht Bescheid. „Rund 15 Prozent der Weltbevölkerung leben in Bergregionen. Etwa 70 Prozent des globalen Frischwassers stammt aus den Bergen und versorgt über zwei Milliarden Menschen weltweit. Zudem liegt jeder zweite Biodiversitäts-Hotspot in einem Gebirgsraum“, betont Bauernbund-Obmann Daniel Gasser. „Daher müssen wir schützen, was uns schützt.“<h3> Verletzliche Ökosysteme brauchen aktiven Schutz</h3>So imposant die Berge erscheinen, so verletzlich sind ihre Ökosysteme. Der Klimawandel trifft Gebirgsregionen besonders stark: Gletscher schmelzen, Permafrost taut auf, Felswände werden instabil und die Wasserversorgung gestaltet sich zunehmend schwieriger. „Gerade deshalb ist aktiver Klimaschutz, etwa durch die Nutzung erneuerbarer Energien, unerlässlich. Der Schutz der Berge bedeutet aber auch Schutz für die Menschen, die am Fuß der Berge leben und arbeiten – und das sind in Südtirol sehr viele“, mahnt der Bauernbund-Landesobmann. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1248129_image" /></div> <BR /><BR />Die Bergwelt sei nicht nur ein faszinierender Naturraum mit einzigartiger Flora und Fauna, sondern auch Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum. Eine besondere Rolle komme der Berglandwirtschaft und der Forstwirtschaft zu: „Bergbäuerinnen und Bergbauern sind den Bergen am nächsten. Sie pflegen die Landschaft und erhalten wertvolle Lebensräume. Ihre Arbeit schützt die Biodiversität und trägt wesentlich dazu bei, dass die Bergwelt auch für kommende Generationen lebenswert bleibt. Wer die Bergbauern unterstützt, stärkt die gesamte Bergregion“, fasst Gasser zusammen.<BR /><BR />Wichtig sei in Zukunft ein verträgliches Miteinander und Respekt gegenüber der Natur, den Tieren und den Menschen, die in den Bergen leben und arbeiten. „Dieser Respekt beginnt bereits auf den Bergwiesen und Almen“, so Gasser.