Am 22. August findet jährlich der „Tag der Fische“ statt. Weltweit sollen mit diesem Aktionstag Fischarten ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, die durch Überfischung und Lebensraumverlust in ihren Beständen bedroht sind.<BR /><BR />Der Fischereiverband Südtirol nimmt heuer diesen Tag zum Anlass, um den langjährigen freiwilligen Fischereiaufseher Luis Tratter auszuzeichnen, stellvertretend für alle seine ehrenamtlich tätigen Kollegen im Lande.<BR /><BR /><b>Wer ist in Südtirol für die Überwachung der Gewässer verantwortlich?</b><BR /><BR />In Südtirol gibt es keine Polizeiorgane, die sich ausschließlich mit der Überwachung von Gewässern befassen, sondern diese Tätigkeit ist nur eine von vielen Aufgaben der Forstpolizei.<BR /><BR />Die Überwachung der geltenden Gewässerschutz- und Fischereivorschriften erfolgt daher überwiegend durch freiwillige Fischereiaufseher, die von den Fischereivereinen bzw. Privatpersonen, die die jeweiligen Fischereigewässer bewirtschaften, laut Gesetz ernannt werden müssen.<BR /><BR />Im Gegensatz zum benachbarten Trentino, wo rund 20 professionelle Fischereiaufseher dank der Finanzierung der Provinz tätig sind, erfolgt die Gewässerüberwachung in Südtirol auf freiwilliger Basis, wegen der geringen finanziellen Möglichkeiten der meisten Bewirtschafter.<BR /><BR /> Nur dank des Engagements und der Leidenschaft unserer ehrenamtlichen Fischereiaufseher, die jedes Jahr Tausende von Stunden für die Gewässeraufsicht investieren, können wir den Schutz unserer Bäche, Flüsse und Seen aufrechterhalten.<BR /><BR /><b>Luis Tratter – Eine Institution für die Südtiroler Fischer</b><BR /><BR />Luis Tratter ist einer dieser freiwilligen Fischereiaufseher und für die meisten seiner Kollegen und die vielen Fischer Südtirols eine Institution.<BR /><BR /> Seit er 1979 das Ernennungsdekret zum vereidigten Sonderwachorgan erhalten hat, ist Tratter in vielen Gewässerabschnitten zwischen Meran und Salurn, Bozen und Klausen unterwegs, um die regelkonforme Ausübung der Fischerei zu kontrollieren und eventuellen Schwarzfischern das Handwerk zu legen.<BR /><BR />Über 200 Überschreitungsprotokolle hat Luis in seiner Karriere schon ausgestellt und ist somit auch für manch einen unverbesserlichen Schwarzfischer zum Albtraum geworden.<BR /><BR /><b>Retter der Fische</b><BR /><BR />Doch zu den Aufgaben eines Fischereiaufsehers zählt beispielsweise auch die Kontrolle der an den verschiedenen Wasserfassungen im Gewässer verbleibenden Restwassermenge und die Überwachung des Zustandes der Gewässer allgemeinen.<BR /><BR />Kommt es in kritischen Zeiten zu Fischsterben, wie es im heurigen Sommer leider allzu oft der Fall war, sind die Fischereiaufseher meist die ersten Ansprechpartner und organisieren Abfischungen zur Rettung des Fischbestandes.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="801392_image" /></div> <BR /><BR />Tratter hat im Auftrag des Fischereiverbandes Südtirol zusammen mit den Mitgliedsvereinen in den letzten 10 Jahren rund 80 Restwassermessungen und Abfischungen durchgeführt. Ob bei Schnee und klirrender Kälte oder brütender Hitze mit lästigen Mückenschwärmen, wenn’s den Fischen schlecht geht, ist „der Luis“ stets bereit mit anzupacken.<BR /><BR /> Und nicht zuletzt dank seines unermüdlichen Einsatzes nehmen viele EW-Betreiber die Einhaltung der Restwassermengen in den letzten Jahren genauer.<BR /><BR />Für viele Aufseher und Bewirtschafter vor Ort ist Luis so zum Ansprechpartner geworden und versucht dabei in allen Belangen mit praktischem Rat und Tat zur Seite zu stehen.<BR /><BR />Für sein selbstloses Engagement sowie seine alltäglichen Bemühungen, unsere Bäche, Flüsse und Seen zu überwachen und diese wertvollen Lebensräume zu schützen, bedankt sich der Fischereiverband Südtirol ganz herzlich bei Luis Tratter, stellvertretend für alle freiwilligen Fischereiaufseher im Land – bitte weiter so und ein kräftiges Petri Heil!