„Mein Appell zum Frauentag 2019 ist, nicht auf die Quantität zu schauen, sondern auf die Qualität“, erklärt Morandini. Dass in Südtirol 68 Prozent der Frauen erwerbstätig seien, sei auf den ersten Blick eine schöne Zahl – vor allem verglichen mit den südlicheren Regionen Italiens, wo gerade einmal 42 Prozent der Frauen einer Erwerbsarbeit nachgehen. „Allerdings muss man sich auch die Umstände ansehen“, sagt Morandini und berichtet, dass es immer noch die Frauen sind, die Teilzeit arbeiten und im privaten Sektor häufig von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen sind.Sie übernehmen zum Großteil die unbezahlte Haushalts- und Betreuungstätigkeit, verdienen in Südtirol um 17,2 Prozent weniger als Männer, beziehen bedeutend niedrigere Pensionen und sind somit im höheren Alter häufiger von Altersarmut betroffen. „Außerdem haben sie eine schlechtere Karriereentwicklung und sind in Führungsebenen rar – hier ist die Tendenz sogar leicht rückläufig“, erklärt die Gleichstellungsrätin.In Punkto Gleichberechtigung sei also noch einiges zu tun, findet Morandini. „So gesehen ist der Tag der Frau kein Tag zum Feiern, sondern zum Handeln.“D/wib Den vollständigen Artikel und viele weitere interessante Fakten und Porträts zum Tag der Frau gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".