Freitag, 13. Oktober 2017

Tag der Katastrophenvorbeugung: Wissen schützt

Gefahren- und Risikomanagement mit Vorhersage und Analyse von Risikoszenarien sind Aufgaben des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung unterstreicht das Zentrum, dass Wissen und Zusammenarbeit vor Katastrophen schützt.

Das Landeswarnzentrum sammelt die Daten von Wetter und der Flusspegel und sorgt für die frühzeitige Warnung der verantwortlichen Behörden und der Bevölkerung. Im Bild Hochwassersituation in der Talfer 2009. - Foto: lpa/lwz
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Das Landeswarnzentrum sammelt die Daten von Wetter und der Flusspegel und sorgt für die frühzeitige Warnung der verantwortlichen Behörden und der Bevölkerung. Im Bild Hochwassersituation in der Talfer 2009. - Foto: lpa/lwz

Neuer verantwortlicher Leiter des Landeswarnzentrums ist Willigis Gallmetzer: Die Zusammenarbeit bei der Sammlung von Informationen, der Bewertung und der Warnung ist von grundlegender Bedeutung, unterstreicht er. Dadurch kann der Wissenstand bei den verantwortlichen Behörden und bei der Bevölkerung gesteigert werden.

Durch dieses Wissen um die Naturgefahren und das richtige Verhalten können alle gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Katastrophenvorbeugung leisten, ganz im Sinne des Internationalen Tages der Katastrophenvorbeugung am Freitag. Der wurde erstmals am 13. Oktober 1989 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um die Kultur des Risikobewusstseins und der Katastrophenvorsorge zu fördern.

Bewusstsein schärfen

Es gilt, das Bewusstsein für Maßnahmen und Aktionen zu schärfen, damit Menschen den Naturkatastrophen weniger ausgesetzt bzw. von Naturkatastrophen weniger betroffen sind. Diese große Herausforderung kann nur durch die Zusammenarbeit der vielen beteiligten Behörden, Vereine, Verbände und unter Mitbeteiligung aller Bürgerinnen und Bürger erreicht werden.

Zur Vertiefung der Zusammenarbeit und Verbesserung der Dienste betreut das Landeswarnzentrum derzeit das Projekt "MoSe LWZ - Monitoringsysteme Landeswarnzentrum" aus dem Operationellen Programm "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung EFRE 2014-2020".

Austausch mit Warnzentren aus anderen Regionen

Der Erfahrungsaustausch mit Warnzentren aus anderen Regionen Italiens ist eine der vielen Aktivitäten, die unternommen werden, um die eigene Arbeit zu verbessern und einen möglichst guten Dienst anzubieten, betont Gallmetzer.

Nun wurde im Rahmen dieses Projektes am Sitz der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen ein Workshop organisiert, an dem zahlreiche Interessensvertreter teilnahmen. Im Fokus stand dabei die gemeinsame Zielsetzung zur Verbesserung der Information bei der Warnung vor Naturereignissen in Südtirol.

Wissen ist Vorraussetzung

Das diesjährige Ziel, erklärt Landeswarnzentrum-Leiter Gallmetzer, konzentriert sich auf Prävention, Schutz und Verringerung der Zahl der von Katastrophen betroffenen Menschen. Voraussetzung dafür ist das Wissen um die Situation der potentiellen Naturgefahren. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die Gefahrenzonenplanung, mit der aufgezeigt wird, wo in Südtirol Naturgefahren unterschiedlichen Ausmaßes auftreten können.

Informationen zum Verhalten bei Naturereignissen bietet die Agentur für Bevölkerungsschutz auf ihrer Homepage.

lpa/stol

stol