Montag, 18. März 2019

Tag der Solidarität: Tagung am Montag

„Dem Nächsten zuliebe… per un futuro solidale“ lautet das Motto zum Tag der Solidarität, der am 24. März in allen Pfarreien begangen wird. Bereits am heutigen Montag findet eine gleichnamige Tagung um 19.30 Uhr im Pastoralzentrum in Bozen statt, bei der Bischof Muser auf seinen Sozialhirtenbrief „Solidarisch sein wie ER“ eingehen wird.

Am 24. März ist Tag der Solidarität.
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Am 24. März ist Tag der Solidarität. - Foto: © shutterstock

Bischof Muser hat bereits bei seiner Silvesterpredigt betont, dass das Jahr 2019 ein „Jahr der Solidarität“ sein soll, was Mittelpunkt seines Sozialhirtenbriefes ist: „Der Aufruf der Kirche zur Solidarität steht im Zentrum des Evangeliums. In der Bergpredigt vermittelt uns der Herr die goldene Regel: ‚Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Diese Regel ist Bestandteil aller großen Religionen, sie wird von Nicht-Christen und Nicht-Gläubigen geteilt und gehört zur wahrhaftigen menschlichen Existenz.“

Solidarität muss Teil unseres Denkens und Handelns sein

Für den Bischof gibt es keine Alternative zur Solidarität: „Wenn wir von Solidarität, Gerechtigkeit und Gemeinwohl sprechen, wird es wahrscheinlich nur wenige geben, die diese Prinzipien nicht teilen. Sie aber zu leben, wenn die konkrete Situation es verlangt, ist schwieriger und anspruchsvoller. Für Christen muss Solidarität zu einer steten Bereitschaft im Denken und Handeln werden; Solidarität ist eine Haltung, eine Tugend.“

Bischof Ivo Muser hat einen Hirtenbrief verfasst. - Foto: Diözese Bozen-Brixen

Solidarität ist wichtig für ein starkes soziales Netz

Der Bischof betont in seinem Schreiben, dass Solidarität elementarer Bestandteil christlicher Identität ist und geht konkret auf die vielen Formen gelebter Solidarität in der Diözese Bozen-Brixen ein: „In unserer Diözese und in unserem Land zeigen sich Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Einsatz für Mitmenschen und Schöpfung auf vielfältige Art und Weise: in den Pfarreien und in der Caritas, in Ordensgemeinschaften, in Laienverbänden, in kirchlichen und nicht-kirchlichen Vereinigungen. Sie bemühen sich um Aufnahme und Unterstützung jeglichen menschlichen Lebens  von der Empfängnis bis zum Tod; sie machen sich verdient um die Eingliederung der Schwächsten und Benachteiligten und setzen sich für die Würde aller ein. Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit sind weit verbreitet; oft findet der Einsatz im Stillen statt. Dieses Wirken ist wichtig für das starke soziale Netz, über das unsere Gesellschaft noch verfügt.“

„Wir zuerst“: Bei der Unterstützung Hilfsbedürftiger

Der Bischof bezieht sich auch auf zwei Hirtenbriefe seines Vorvorgängers Wilhelm Egger, auf den Hirtenbrief „Denkt an die fünf Brote. Unsere Sorge für Mensch und Schöpfung” und den Hirtenbrief „Vom Alpha zum Omega. Sozial-Alphabet für die Diözese Bozen-Brixen“, und fordert die Gläubigen dazu auf, sich weiterhin für Mensch und Schöpfung einzusetzen: „Wir brauchen weiterhin ein Wörterbuch der guten Worte, der Worte des Friedens und nicht der Gewalt, der Worte der Begrüßung und nicht der Ablehnung, der Worte der Wahrheit und nicht der Lüge. Der Slogan „Wir zuerst“ hat dann seine Berechtigung, wenn wir damit ausdrücken, dass Christinnen und Christen die ersten sind, die Hilfsbedürftige unterstützen und im Dienst am Nächsten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Seid solidarisch!“

stol

stol