„Die Südtirolerinnen und Südtiroler zeigen großes Interesse am kulturellen Erbe unseres Landes, an historischen Stätten und Bauten", unterstreicht Kasslatter Mur, die gemeinsam mit Abteilungsdirektor Andergassen den europaweit ausgerufenen „Tag des Denkmals" vorgestellt hat.Der diesjährige „Tag des Denkmals“ sei ein ganz besonderer, so Leo Andergassen, Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege. Im Unterschied zu den vergangenen sieben Jahren steht ein ganzes Jahrhundert im Mittelpunkt.„Das 19. Jahrhundert ist ein spannendes Jahrhundert, in dem die Denkmalpflege zu einem staatlichen Anliegen wurde", so der Abteilungsleiter.Offene Denkmäler„Ein offenes Denkmal ist ein positives Zeichen. Das Mehrwissen um unsere Geschichte stärkt unser Selbstbewusstsein und unser Selbstverständnis." Deshalb werden an diesem Sonntag die ehemalige Klosterkirche und der Theatersaal der Englischen Fräulein in Brixen geöffnet.Das 19. Jahrhundert sei eines der eines der stilistisch vielseitigsten, auch in Südtirol, erklärte Waltraud Kofler Engl, Leiterin des Landesamtes Bau- und Kunstdenkmäler.Sie stellte zwei sonst nicht zugängliche Bauten vor, die an diesem Sonntag ihre Tore öffnen: Schloss Razötz am Ende des Dorfes Milland bei Brixen (nur bis Mittag) und das Seeschlössl am Montiggler See.Auf die Sonderausstellung über den Grabritus in der Antike im Ansitz Rottenbuch in Bozen ging Catrin Marzoli vom Landesamt für Bodendenkmäler ein.Landesarchivdirektorin Christine Roilo wies auf die Schau der Archivalien aus über acht Jahrhunderten hin, die an diesem Sonntag auch besichtigt werden kann.Silvia Spada vom Bozner Gemeindeamt für Museen und kunsthistorische Kulturgüter hob hervor, dass der ebenfalls Bozner Stadfriedhof besuchenswert sei.Das detaillierte Programm des Europäischen Tag des Denkmals am 16. September finden sich in der Broschüre "Romantik, Restauration, Historismus: das 19. Jahrhundert".