Sonntag, 06. März 2016

Tag des Priesterseminars und der kirchlichen Heime und Schulen

Wie der Glaube zu einer verantworteten Freiheit führt, war der Kerngedanke von Bischof Ivo Muser in seiner heutigen Predigt im Dom zu Brixen zum Tag des Priesterseminars und der kirchlichen Heime und Schulen.

Foto/copyright: Diözese Bz-Bx
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Foto/copyright: Diözese Bz-Bx

Bischof Ivo Muser feierte den heutigen Gottesdienst im Dom von Brixen mit den Hausvorständen des Priesterseminars und der kirchlichen Heime und Schulen, mit den Schülern dieser Einrichtungen und deren Angehörigen. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von den Chören des Vinzentinums.

In seiner Predigt nahm der Bischof auf das Tagesevangelium vom „verlorenen Sohn“ Bezug und zeigte auf, dass Gott jedem jene Freiheit zugesteht, die man sucht – dazu gehört auch die Freiheit, das eigene Leben ganz ohne Gott gestalten zu wollen.

Dieses biblische Gleichnis beschreibt einen Lebensstil nach dem Lustprinzip, nach dem Maßstab der Bequemlichkeit, schildert ein Leben, das vor allem Spaß machen muss.

„Aber dieses Leben befriedigt nicht; es bleibt an der Oberfläche“, so Bischof Muser in Anspielung an die Erkenntnis, die der „wiedergefundene Sohn“ gewonnen hatte: Er hat erkannt, dass ein Leben ohne Gott zur Sinnlosigkeit, zur Hoffnungslosigkeit und in die Einsamkeit führt.

„An dieser Einsicht, Gott im eigenen Leben zu brauchen, hängt unser Glaube und das Gelingen unseres Lebens“, so Bischof Muser, der an den „barmherzigen Vater“ im Gleichnis erinnerte: „Mit offenen Armen kommt uns Gott entgegen – auch dann, wenn wir ihn aus den Augen verloren haben. Mit Gott verlieren wir nichts von dem, was unser Leben frei, schön und reich macht!“

stol