Die Frau war am Dienstagabend nicht wie erwartet in ihrer Unterkunft in Alano di Piave eingetroffen. Zuvor hatte sie eine Etappe des rund 170 Kilometer langen Rundwanderwegs zurückgelegt, der durch Täler, Bergregionen und historische Orte der Dolomiten führt.<BR /><BR />Die Wander-Community hatte die Reisende zuvor noch im Zusammenhang mit ihrer Ankunft begrüßt. In einer Online-Mitteilung hieß es: „Willkommen Izzie MacDonald auf dem Cammino Retico. Die erste Wanderin aus Neuseeland.“<BR /><BR />Die Suche nach der Vermissten dauerte zwei Tage und wurde von rund 60 Einsatzkräften koordiniert. Beteiligt waren unter anderem der alpine Rettungsdienst, die Finanzpolizei sowie die Feuerwehr. Auch Drohnen und Ortungstechnik zur Mobilfunk-Signalverfolgung kamen zum Einsatz. <BR />Ausgangspunkt der Suche war das Gebiet rund um Seren del Grappa. <BR /><BR />Unterstützt durch Signale eines Mobilfunk-Ortungssystems und Drohnendaten konnten die Einsatzkräfte das Suchgebiet deutlich eingrenzen. Abseits des markierten Weges wurden zunächst Kleidungsstücke gefunden. Kurz darauf entdeckten die Rettungskräfte unterhalb eines steilen, bewaldeten Hangs die leblose Frau. Auch ihr Mobiltelefon wurde später geborgen.<BR /><BR />Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte die Wanderin vermutlich an einer Weggabelung die Orientierung verloren und den markierten Pfad verlassen. In dem unwegsamen Gelände könnte sie anschließend rund 100 Meter abgestürzt sein.<BR /><BR />Die Bergung der Leiche erfolgte unter schwierigen Bedingungen. Ein Hubschraubereinsatz war wegen der topografischen Lage und vorhandener Seil- und Leitungsanlagen nicht möglich. Der Bürgermeister von Seren del Grappa, Dario Scopel, äußerte sein Beileid und dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit unter schwierigen Bedingungen.