Sonntag, 01. März 2015

Tagelange Suche nach Lawinen-Opfern in Afghanistan

Mehrere Tage nach den Lawinenabgängen im Norden Afghanistans haben Rettungskräfte am Wochenende weiter nach Verschütteten gesucht. In der Provinz Pandschir wurden am Samstag zwölf Leichen gefunden, wie Gouverneur Abdul Rahman Kabiri sagte.

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Damit stieg die Zahl der Todesopfer allein in Pandschir auf 196. Insgesamt steuerte die Totenzahl in dem Land in Richtung 250. An der Suche waren auch Militärhubschrauber beteiligt. Unter den Schneemassen werden nach Angaben das Gouverneurs noch viele Opfer vermutet.

245 Tote befürchtet

Ungewöhnlich starke Schneefälle in der vergangenen Woche hatten die Lawinen in mehreren Provinzen des Landes ausgelöst. Durch den Schneesturm waren zudem wichtige Straßen tagelang blockiert. Stellenweise versperrten bis zu zwei Meter Schnee die Wege. Etliche Stromleitungen wurden beschädigt, was auch in der Hauptstadt Kabul zu Stromausfällen führte.

Insgesamt kamen wohl mindestens 245 Menschen ums Leben. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde waren 21 von 34 Provinzen des Landes von dem heftigen Winterwetter betroffen.

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani sagte einen geplanten Iran-Besuch ab. Er reiste in die betroffenen Gebiete und ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Zudem bat er die internationale Gemeinschaft um Hilfe für die Opfer.

dpa 

stol