Dienstag, 14. April 2015

Tagung: Prävention von sexuellem Missbrauch in Südtirols Kirche

„Der Schutz der Kinder ist vorrangig“: So der Titel einer Fachtagung zum Thema Prävention von sexuellem Missbrauch und Gewalt in Südtirols Kirche, die am Donnerstag, 23. April, von 9 bis 12 Uhr im Pastoralzentrum in Bozen angeboten wird und allen Interessierten offen steht.

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Foto: © APA

Vor fünf Jahren wurde vor allem die Kirche in Deutschland und Österreich vom Missbrauch- Skandal zutiefst erschüttert.

Auch in der Diözese Bozen-Brixen wurden Fälle von Übergriffen in kirchlichen Einrichtungen bekannt und in Zusammenarbeit mit den Behörden aufgearbeitet.

Gleichzeitig haben kirchliche Organisationen, Vereine und Einrichtungen Maßnahmen erarbeitet, um sexuellen Missbrauch und Gewalt an Minderjährigen möglichst zu verhindern oder einem Verdachtsfall schneller und gründlicher nachzugehen.

In der Diözese Bozen-Brixen hat die Hälfte der kirchlichen Einrichtungen ein eigenes Verfahren bei Verdacht oder konkreten Fällen ausgearbeitet.

Fragebogen-Aktion der Diözese wird vorgestellt

Zwei Drittel von ihnen haben Präventionsmaßnahmen angedacht und umgesetzt. Das geht aus einer Umfrage hervor, die von der diözesanen Arbeitsgruppe für Prävention im Herbst 2014 unter insgesamt 31 kirchlichen Stellen durchgeführt wurde.

Weitere Ergebnisse der Fragebogen-Aktion wird die Arbeitsgruppe bei dieser Fachtagung im Pastoralzentrum vorstellen.

Nach der Eröffnung durch Bischof Ivo Muser wird der Leiter der Arbeitsgruppe, der Priester und Psychologe Gottfried Ugolini, die Umfrage näher vorstellen.

Aus Rom wird auch der Jesuit Hans Zollner zugeschaltet sein und über die weltweite Präventionsarbeit der Katholischen Kirche berichten. Es werden auch Beispiele aus der Diözese Bozen-Brixen vorgestellt und zum Abschluss wird ein Ausblick auf weitere geplante Maßnahmen gegeben.

stol