<h3> Geopolitische Risiken und Chancen für Südtiroler Betriebe </h3> Mit der Tagung verfolgte die Handelskammer Bozen das Ziel, einerseits die wichtigsten Entwicklungen in der Geopolitik aufzuzeigen und andererseits die Konsequenzen für die Europäischen und Südtiroler Unternehmen zu diskutieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268088_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Geopolitik ist kein Randthema mehr – Handelsbarrieren, Rohstoffabhängigkeiten und politische Sanktionen führen zu Rahmenbedingungen, mit denen sich die Unternehmen in Europa und damit auch in Südtirol auseinandersetzen müssen“, unterstrich Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen. „Mit dieser Tagung wollen wir aufzeigen, welche geopolitischen Risiken und Chancen sich für die heimischen Betriebe ergeben und wie Europa seine wirtschaftspolitischen Instrumente nutzen kann, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe nachhaltig zu sichern.“ <BR /><h3> Impulsvortrag von Christian Mandl </h3> Christian Mandl, ehemaliger Abteilungsleiter für Europa- und Handelspolitik der Wirtschaftskammer Österreich und nunmehriger Berater und Vortragender für Geopolitik, zeigte in seinem Impulsvortrag Europas Abhängigkeiten und Versäumnisse auf, aber auch dessen Potentiale und Stärken auf . <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1268091_image" /></div> <BR /><BR /><BR />In seinem Input „Europa zwischen USA und China - Geopolitische Aspekte zur Wettbewerbsfähigkeit und Zollproblematik“ betonte Mandl, dass Europa in der aktuellen Weltordnung zwischen den USA und China steht, als eine der letzten Bastionen einer regelbasierten Handels- und Wirtschaftsordnung. <BR /><BR />Dabei sind die transatlantischen Beziehungen durch eine auf Eigeninteresse ausgerichtete US-Außen- und Handelspolitik („Make America great again“) und durch die militärische Schwäche Europas geprägt. Dies führte auch zu einem suboptimalen Verhandlungsergebnis im Handels- und Zollabkommen vom Sommer 2025 (Turnberry-Agreement).<BR /><BR /><h3> EU befindet sich in „Sandwichposition“ </h3> Gleichzeitig bestehen im Verhältnis zu China Abhängigkeiten, etwa im Bereich seltener Rohstoffe. Zudem hat China in einigen strategischen Industriesektoren bereits die Führung übernommen, auch dank staatlicher Subventionierung. Die Europäische Union befindet sich in einer „Sandwichposition“, hat aber nach wie vor erhebliche Stärken und Potentiale vorzuweisen, wie Innovationskraft, Fachwissen und einen großen Binnenmarkt.<BR /><BR /><BR />Vertreterinnen und Vertreter der Südtiroler Wirtschaft beleuchteten bei der anschließenden Podiumsdiskussion das Thema aus verschiedenen Perspektiven, mit besonderem Fokus auf das Exportgeschäft und die Vor- und Nachteile global integrierter Wertschöpfungsketten. Abschließend nutzte das Publikum die Gelegenheit für vertiefende Fragen und Anmerkungen.