Sonntag, 11. Juli 2021

Tamara Lunger fährt mit einer Mission nach Pakistan

Am 13. Juli startet Extrembergsteigerin Tamara Lunger erneut nach Pakistan, 5 Monate nach der abgebrochenen Winterexpedition zum K2 und dem tragischen Bergtod ihres Kollegen Juan Pablo Mohr.

Tamara Lunger kehrt nach Pakistan zurück.
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Tamara Lunger kehrt nach Pakistan zurück. - Foto: © facebook/Tamara Lunger
Am 5. Februar hatte sie ihn zuletzt gesehen, als „JP“, wie er genannt wurde, zusammen mit 3 weiteren Personen vom Lager 3 in Richtung Gipfel aufbrach. Alle 4 kamen nicht mehr zurück. STOL hat berichtet.

Im exklusiven s+Interview erzählte die Extrembersteigerin, warum sie am K2 auf den Gipfel verzichtet und wie sie den Tod der Freunde verarbeitet hat.

Nun kehrt sie zurück, laut ihrem Facebook-Eintrag mit „Freude und Angst“, aber vor allen Dingen mit „einem offenen Herzen und einer Mission“. Die Mission nennt sich „Climbing for a reason“ und soll pakistanischen Kindern das Klettern beibringen. Das Projekt war ein Herzensanliegen von Mohr. Er wollte in Dossu, Shigar Tal, ein Projekt für Kinder in die Wege leiten, eine Boulderwand aufstellen und Routen legen, damit sie klettern können.

Natürlich, so Lunger, auf Facebook, damit sie sich vergnügen können, „aber auch um ihnen eine Zukunft zu garantieren, ausgehend von den Ressourcen ihres Landes“. Das Projekt wird von mehreren Partnern unterstützt, zu Ehren des vor 5 Monaten verschollenen „JP“ Mohr. Auch ein Dokumentarfilm über das Non-Profit-Projekt soll gedreht werden.

„Jeder schwierige und schmerzhafte Moment im Leben kann auch etwas Schönes mit sich bringen, und in diesem Fall ist es dieses Projekt“, so Lunger auf Facebook.

dol/stol

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