Montag, 23. Dezember 2019

Tamara Lunger zu Winter-Expedition aufgebrochen

Die Extrembergsteigerin Tamara Lunger aus Gummer und der Wahlbozner Simone Moro sind ins Karakorum-Gebirge aufgebrochen. Ihr Ziel: Die Winterüberschreitung von Gasherbrum I (8080 Meter) und Gasherbrum II (8035 Meter).

Simone Moro (l.) und Tamara Lunger im Terra X Cube in Bozen.
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Simone Moro (l.) und Tamara Lunger im Terra X Cube in Bozen. - Foto: © Eurac Research
Gelungen ist das Unterfangen vor ihnen bislang nur 2 Menschen: Im Juni 1984 schafften die beiden Südtiroler Reinhold Messner und Hans Kammerlander das bis dahin Undenkbare. Die Überschreitung zweier 8000er ohne Zwischenstopp im Basislager. 35 Jahre nach ihnen wollen Tamara Lunger und Simone Moro dasselbe versuchen – nur eben im Winter.

Bis vergangene Woche bereiteten sie sich dafür im Terra X Cube von Eurac Research darauf vor, trainierten und akklimatisierten sich in der weltweit einzigartigen Einrichtung auf ihre Expedition. Sie standen dabei rund um die Uhr unter Beobachtung. Dabei wurden allerlei medizinische Untersuchungen an den beiden Spitzenalpinisten durchgeführt. „Auf einem solchen Niveau und so detailliert sind wohl noch nie Studien durchgeführt worden im Zusammenhang mit dem Alpinismus“, ist Moro überzeugt.

Am 17. Dezember hieß es raus aus dem Labor in Bozen Süd, rein in den Flieger und ab auf den Berg. Grundvoraussetzung für das Gelingen des Vorhabens ist ein mehrtägiges Schönwetterfenster. Nach ihrer Rückkehr heißt es für Lunger und Moro dann wieder ab in den Kubus zur De-Akklimatisierung, ein bislang kaum erforschter Bereich.

em/stol