<BR />110 Mio. Euro hat das Land für den Bildungssektor bereitgestellt. 93,1 Mio. Euro fließen in reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro brutto monatlich, die im Landesbereich (Kindergärten, Musik-,Berufsschulen) im August, für die Staatslehrer an Grund-, Mittel- und Oberschulen im Oktober rückwirkend ab Jänner 2026 ausbezahlt werden sollen. Bleiben noch 10 Millionen Euro für eine Annäherung der Löhne von Staatslehrern an jene der Landeslehrer sowie 6,9 Mio. Euro, um besondere Leistungen zu honorieren. <BR /><BR /> Diese 6,9 Mio. Euro wurden gestern anteilsmäßig aufgeteilt: 4,5 Mio. Euro für die Staatslehrer und 2,4 Mio. Euro für den Landesbereich. Damit die einen auch einmal die Nöte der anderen hören, hatte die Verhandlungsagentur alle Gewerkschaften an einen Tisch gerufen. Gedauert hat das „Experiment“ nicht lange. Am nächsten Dienstag werden Land und Staat wieder an getrennten Tischen verhandeln. Schon jetzt hängt der Haussegen bei den Verhandlungen zu den Staatslehrern aber mächtig schief.<h3> Arbeit unter schwierigen Bedingungen belohnen</h3>Die Delegation des Landes ließ nämlich durchklingen, dass sie keiner Verteilung des Geldes nach dem Gießkannen-Prinzip zustimmt. Es gehe vielmehr darum, Arbeit unter schwierigen Bedingungen wie an Brennpunktschulen zu belohnen. Auf der Kippe steht damit eine Zulage für alle Klassenvorstände, die ganz oben auf der Priorität der Schulgewerkschaften steht – auch weil die Politik die Klassenlehrer stets als Beispiel nannte.<BR /><BR /> „Dass eine Zulage für alle Klassenlehrer plötzlich kein Thema mehr sein soll, amüsiert uns gar nicht“, so Hubert Kainz. An den Berufsschulen gebe es diese Zulage längst. „An deren Umfang kommen wir mit den verfügbaren Mitteln eh nie heran.“ Man könne auch für die Staatsschulen über gestaffelte Lösungen reden, aber eine Anerkennung müsse für alle Klassenvorstände herausspringen und nicht nur für einige wenige.<BR /><BR />Mehr als überrascht waren die Gewerkschaften vom Vorschlag des Landes, Tutoren für Neueinsteiger im Lehrberuf eine Zulage von 6.000 Euro brutto jährlich zuzusprechen. Man sei für eine Zulage, aber nicht in dieser Höhe. „6.000 Euro sind mehr als das Doppelte von dem, was Leiter einer Schulstelle erhalten“, rechnet Kainz vor. Damit könne man nie einverstanden sein, denn das stelle das ganze System auf den Kopf.