Gemeinsam mit einigen Freunden war er auf einer Törggeletour im Eisacktal mit einem gemieteten Kleinbus mit Fahrer unterwegs. Auf der Rückfahrt machten die Freunde einen Abstecher in ein Nachtlokal in Bozen. Als sie keine weiteren Drinks mehr bestellen und auch kein Interesse an den Diensten einiger aufdringlicher „Damen“ zeigten, wurden die Sarner „freundlich“ gebeten das Lokal zu verlassen – was sie umgehend auch taten. Tritte in Brustkorb und auf den KopfAuf dem Gehsteig trafen sie aber mehrere junge Männer, die Italienisch mit Akzent sprachen. Sie beschimpften die Gruppe als „crucchi di merda“ und gingen wenig später auf sie los. „Ich ging zu Boden und wurde gleich von zwei Leuten mit Tritten in den Brustkorb und Kopfbereich traktiert“, berichtet der Leser: „Die anderen von uns wollten mir zur Hilfe eilen, wurden aber mit Glasflaschen auf Kopf geschlagen.“ Schließlich gelang ihm die Flucht, aber er bemerkte, dass einer seiner Freunde regungslos mitten auf der Straße lag. Alle eilten hin, er blutete stark am Hinterkopf und war benommen. Ein weiterer Freund kniete daneben, auch er mit einer Wunde am Hinterkopf. Als die Polizei eintraf, schilderten die Sarner den Hergang, die Angreifer waren bereits in Richtung Großmarkthalle geflüchtet. Ein Polizist blieb und wartete bis ein Rettungswagen kam. „Wir haben mehrmals bekräftigt, dass wir Anzeige erstatten möchten und der Polizist notierte unsere Personalien“, berichtet der Leser. Schmerzen, Spott und private ProblemeMit zwei Rettungswagen wurden die drei Verletzten in das Bozner Krankenhaus gebracht. Zwei Wunden mussten mit 14 bzw. neun Stichen vernäht werden, auch eine Gehirnerschütterung wurde diagnostiziert. Das Ultraschall-Bild des Lesers zeigte eine zudem eine Milzprellung. Zu einer Anzeige gegen Unbekannt kam es aber nicht, weil der zuständige Polizeibeamte zu diesem Zeitpunkt nicht auffindbar war, erklärt der Sarner. „Wir wurden von Verwandten und Freunden nach Hause gebracht und hatten außer Schmerzen, Spott und private Problemen wahrscheinlich auch Glück, dass wir durch diese äußerste Brutalität nicht noch schlimmer davon gekommen sind“, schließt er seinen Bericht. Somit einigten sich die Freunde am nächsten Tag darauf, die ganze Sache auf sich beruhen zu lassen. „Die Wunden sind verheilt und wir lachen ab und zu darüber, aber manche Sachen sind nicht mehr so wie davor“ schreibt der Leser aus dem Sarntal. D