Zuvor waren bereits die Leichen von Sommacals Mutter Monica Montefalcone (51) und des 31-jähriger Forschers Federico Gualtieri sowie jene des Tauchlehrers aus Padua Gianluca Benedetti (44) geborgen worden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314780_image" /></div> <BR /><BR />Die fünf Italiener waren vergangene Woche bei einem Tauchgang in einem Höhlensystem im Vaavu-Atoll in mehr als 50 Metern Tiefe ums Leben gekommen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314783_image" /></div> <BR /><BR />Bei den Such- und Bergungsarbeiten starb zudem ein maledivischer Rettungstaucher infolge von Komplikationen nach einem Einsatz. Ein finnisches Spezialteam barg neben den Leichen auch technische Ausrüstung der Verunglückten, darunter mehrere Unterwasserkameras. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314786_image" /></div> <BR /><BR />Die Aufnahmen könnten nach Einschätzung der Ermittler entscheidende Hinweise zum Ablauf des Unglücks liefern. Untersucht werden unter anderem die Route der Gruppe innerhalb der Höhle, die Sichtverhältnisse, mögliche Strömungen sowie die Frage, warum die Taucher in einen engen Gang ohne Ausgang gerieten. Auch die Ausrüstung der verunglückten Taucher wird geprüft. Nach Angaben maledivischer Quellen trug die Meeresökologin und Professorin an der Universität Genu Monica Montefalcone bei dem Tauchgang lediglich einen kurzen Taucheranzug, der für einen Höhlentauchgang in großer Tiefe als ungeeignet gilt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314789_image" /></div> <BR /><BR />Als wahrscheinlichste Ursache gilt derzeit laut italienischen Medien ein Orientierungsverlust in dem weit verzweigten und unkartierten Höhlensystem. Weniger wahrscheinlich erscheint inzwischen die Theorie, wonach die Gruppe von einer starken Strömung in die Höhle gezogen worden sei. Die Ermittler wollen zudem klären, ob die Taucher über die notwendige Sicherheitsausrüstung verfügten, darunter Lampen und eine Führungsleine zur Orientierung im Höhlensystem. Beschlagnahmt wurden unter anderem Gasflaschen, Tauchcomputer und Videoaufnahmen.<BR /><BR />Die vier Taucher wurden nach Angaben der Rettungskräfte in einem einzigen Seitengang des Höhlensystems Dhekunu Kandu gefunden. Der Tunnel gilt als Sackgasse ohne Ausgang. Die Position der Leichen deutet darauf hin, dass die Gruppe im Dunkeln die Orientierung verlor und den Rückweg nicht mehr fand. Experten gehen davon aus, dass aufgewirbelter Sand die Sicht massiv beeinträchtigte. Möglicherweise gerieten die Taucher in Panik und schwammen in den falschen Tunnel.<BR /><BR />Der Verbindungsgang zwischen der ersten und der zweiten Höhle soll nur etwa drei Meter breit und rund zehn Meter lang sein. Der fünfte Tote, Gianluca Benedetti, wurde im Korridor zwischen beiden Höhlen entdeckt. Nach Einschätzung von Experten versuchte der erfahrene Tauchlehrer vermutlich noch, den anderen zu helfen, bevor ihm selbst die Atemluft ausging.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft in Rom ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Geplant sind Autopsien der Opfer nach der Rückführung der Leichen nach Italien. Dabei soll auch geprüft werden, ob möglicherweise verunreinigte Atemgase zum Tod der Taucher beigetragen haben könnten.