Vor zwei Jahren machte sich Ueli Steck unsterblich. An jenem 15. August 2015 erklomm der damals 38-jährige Schweizer den letzten aller 82 Berge in den Alpen, die höher als 4000 Meter sind. Zwei Monate hatte er für dieses Unterfangen gebraucht. Der Mann, der so schnell kletterte, dass viele nur „The Swiss Machine“ zu ihm sagten, er war nicht mehr zu stoppen.Zwei Jahre später ist Ueli Steck tot. Er ist am Mount Everest in den Tod gestürzt. Stecks Familie erfuhr von dem Unglück am Sonntag. „Die genauen Umstände sind derzeit noch unbekannt“, heißt es auf der Facebook-Seite des Extrembergsteigers. Ueli Steck wurde nur 40 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau Nicole. In Südtirol bekannt und beliebtSteck, der mit 18 Jahren zum ersten Mal die Eigernordwand bezwang und den Tempo-Rekord dort hält, war auch in Südtirol bekannt und beliebt. Er hielt Vorträge für den AVS, war zu Gast beim International Mountain Summit in Brixen, kannte und schätzte die Südtiroler Alpinisten und kletterte manchmal, allerdings wenig auch selbst in den Dolomiten. Erst vor wenigen Monaten sprach der Schweizer mit Moderator Daniel Winkler, das Gespräch wurde am 1. Januar auf Südtirol 1 ausgestrahlt. Steck meinte damals: „Bergsteigen, das müssen wir nicht schönreden, ist gefährlicher als zuhause vor dem Fernseher zu sitzen. Doch auf der anderen Seite ist das ein großer Teil meiner Persönlichkeit, Bergsteigen prägt mich, es ist mein Leben.“ Und weiter: „Es gibt tausende Ideen, was ich noch machen möchte, und ich werde nie alle machen können. Aber genauso muss es wohl einfach sein, denn wenn ein Mensch keine Träume mehr hat, ist er eigentlich tot.“Das „Feuer und Flamme“-Interview von Daniel Winkler (Radio Südtirol 1) gibt es in diesem Artikel zum Nachhören.stol