Tausende Menschen sind auf den Philippinen vor Taifun „Hagupit“ auf der Flucht. Der Wirbelsturm wurde am Freitag über dem warmen Pazifik noch stärker und wirbelte mit Windgeschwindigkeiten von 215 Kilometern sowie Spitzenböen von 250 Kilometern in der Stunde, teilte die Wetterbehörde mit.Das entspricht einer Kategorie 4 auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala. Der Taifun sollte am Samstagabend Ortszeit (etwa mittags MEZ) auf Land treffen.„Hagupit“ bewegte sich mit 13 Kilometern in der Stunde genau auf den Küstenabschnitt zu, der vor einem Jahr durch Taifun „Haiyan“ schwer verwüstet worden war.Möglicherweise auch Manila in GefahrVier Millionen Menschen leben nach Schätzungen in der direkten Gefahrenzone. „Haiyan“ war der stärkste Taifun, der je an Land kam, aber „Hagupit“ ist mit 700 Kilometern Durchmesser noch breiter als „Haiyan“ und wirbelt noch stärker. Durch „Haiyan“ kamen vermutlich etwa 7.200 Menschen ums Leben.Die Wetterbehörde schloss nicht aus, dass der Taifun in letzter Minute nach Norden schwenken und damit die Millionenmetropole Manila erreichen könnte. „Wir haben die Bevölkerung alarmiert und sind bereit“, sagte Bürgermeister Joseph Estrada. In der Stadt wurden große Reklametafeln abgebaut, Rettungsmannschaften wurden in Alarmbereitschaft versetzt.apa/dpa