1267 Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen von dem deutschen Schiff „Panther“ in Sicherheit gebracht wurden, trafen am Dienstagnachmittag im Hafen der sizilianischen Stadt Messina ein.Viele Flüchtlinge befinden sich in einem schlechten Zustand, da sie tagelang nichts gegessen und getrunken hatten, berichteten italienische Medien. Im Hafen von Sardiniens Hauptstadt Cagliari traf das Schiff „Siem Pilot“ mit 816 Migranten an Bord ein, die in den vergangenen Tagen vor der libyschen Küste gerettet worden waren. Weitere 477 Migranten erreichten den Hafen von Palermo.Zusätzliche Plätze in Gemeinden Angesichts der neuen Flüchtlingswelle aus Nordafrika bemüht sich das Innenministerium, die Zahl der Unterkünfte für Asylsuchende aufzustocken. Zusätzliche Plätze sollen für Flüchtlinge in den italienischen Gemeinden aufgetrieben werden, verlautete es im Innenministerium in Rom. Die italienischen Gemeinden wurden aufgerufen, verstärkt Sporthallen, Schulen und leer stehende Kasernen in Flüchtlingseinrichtungen umzuwandeln.Nach den massiven Flüchtlingsankünften der vergangenen Wochen sind alle Flüchtlingseinrichtungen in Italien heillos überfüllt. Das Innenministerium, das im Gesamtjahr 2017 mit über 200.000 Migranten rechnet, macht Druck auf die Gemeinden, um Lösungen für die Flüchtlinge zu finden. Derzeit versorgt Italien 176.000 Migranten.Innenminister Marco Minniti drängt auf eine faire Lastenverteilung der Flüchtlingsversorgung innerhalb Italiens. Einige Regionen würden mehr als andere ihre Pflichten erfüllen, meinte der Minister.apa