Fix ist: Im Herbst wird es nichts mit dem Inflationsausgleich für die staatlichen Lehrer. Aber eine Gewerkschaftsvertreterin ist zuversichtlich, dass der Auszahlungstermin näher rückt. <BR /><BR />Arbeitstische, damit sofort unterzeichnet werden kann, wenn der Landtag mit dem Nachtragshaushalt rund 300 Mio. Euro freigibt: Das hieß es im Juni sowohl beim bereichsübergreifenden Vertrag für den öffentlichen Dienst (BÜKV) als auch für den Vertrag für die Schulen staatlicher Art. In beiden Fällen geht es um den Inflationsausgleich 2019-2021 sowie eine Inflationsanzahlung 2022-2024. <BR /><BR />Inzwischen ist der BÜKV mit viel Druck über die Bühne. 35.000 Mitarbeiter in Land, Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Sanität und Seniorenheimen können sich auf Nachzahlungen bis zu 5500 Euro brutto im Oktober freuen. Mit im BÜKV sind auch die Landeslehrer an den Musik-, Hauswirtschafts- und Berufsschulen. Sie werden wie Mitarbeiter in der 8. Funktionsebene beim Land behandelt. Im Oktober winken ihnen 4000 Euro extra in der Lohntüte.<h3> Verhandlungen kommen nicht voran</h3>Bei den Verhandlungen für die Inflationsanpassung für die 10.600 Lehrer an den Schulen staatlicher Art tritt man hingegen (noch) auf der Stelle. „Von einer Auszahlung im Oktober zu reden, ist bei uns Utopie“, sagt Petra Nock vom ASGB. Technische Tische wurden zwar eingerichtet. „Für den BÜKV mussten wir aber zurückstecken und haben u.a. über die Reform der Elternzeit verhandelt. Dies ist zwar auch wichtig, betrifft aber nicht den wirtschaftlichen Teil“, sagt Stefano Barbacetto (CGIL/AGB).<BR /><BR /> Nächsten Dienstag findet das nächste Treffen statt. „Da erhalten wir vom Gehaltsamt hoffentlich die Tabellen mit den Auswirkungen der Nachzahlungen auf die einzelnen Lohnstufen. Wir haben sie vor einem Monat beantragt“, meint Nock.<BR /><BR />Laut Nachtragshaushalt stehen für die Inflationsanpassungen für die Grund-, Mittel- und Oberschullehrer heuer 66 Mio. Euro bereit. 43 Millionen davon sind für den Abschluss des Dreijahreszeitraums 2019-21 und 23 Mio. für die Akontozahlung auf die Inflation 2022-24 bestimmt. Mit 3,3 Prozent erhalten die Staatslehrer mehr für die Zeit 2019-21, als es die Landeslehrer im BÜKV gab. „Weil die Staatslehrer seinerzeit eine kleinere Anzahlung erhalten haben“, betont Nock. Allemal sei die Berechnung kompliziert, da auch der Staat einen Inflationsausgleich gewährt habe, der verrechnet wird.<h3> Auszahlung vielleicht zu Weihnachten</h3>Lange Rede kurzer Sinn: „Wir müssen jetzt aufs Gaspedal drücken. Ziel ist es, den Vertrag im September abzuschließen“, so Nock. Dann müsse er aber noch zur Landesprüfstelle sowie zum Rechnungshof. „Und im Gegensatz zum BÜKV muss der Vertrag für die Grund-, Mittel- und Oberschullehrer auch noch vom Ministerium abgesegnet werden“, sagt Nock. Schließlich zahlt deren Grundgehalt der Staat, das Land bestreitet einen zusätzlichen Landesvertrag. Bei diesem gehe es übrigens auch um die Berufszulage. „Die Lehrer an den Landesschulen haben diese 2800 Euro 2 Jahre vor den Lehrern an den Schulen staatlicher Art erhalten“, so Nock.<BR /><BR />Unterm Strich hoffen die Gewerkschaften auf eine Auszahlung zu Weihnachten. „Die Hand lege ich dafür aber nicht ins Feuer. Aufgrund verschiedener Verpflichtungen der Ämter rutschten in Vergangenheit die Zahlungen oft auf Frühling“, so Nock.<BR />