Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die neuen Preise für die Taxilizenzen genehmigt. Damit kann die von den Bozner Taxifahrern seit Jahrzehnten geforderte Ausschreibung für zehn neue Dienstbefugnisse nun endgültig starten – davon fünf für Fahrzeuge, die den Transport von Menschen mit Behinderung durchführen können.<BR /><BR />Wie berichtet hatte die staatliche Regulierungsbehörde „Autorità di Regolazione dei Trasporti“ (ART) die ursprünglich vom Stadtrat beschlossenen Preise als zu hoch eingestuft.<BR /><BR />„Wir haben uns daraufhin mit der Taxigenossenschaft zusammengesetzt und eine gemeinsame Lösung ausgearbeitet“, erklärte Johanna Ramoser, die zuständige Stadträtin, im Gespräch mit uns. Die von der ART vorgeschlagenen alternativen Preise für die Lizenzen seien nämlich zu gering gewesen. <h3> Die neuen Beträge:</h3><b>100.000 Euro</b> für eine normale Lizenz (bei Elektroautos 95.000 Euro)<BR /><BR /><b>75.000 Euro</b> bei einer Verpflichtung, für acht Jahre den Nachtdienst zu erbringen (71.250 Euro bei E-Auto)<BR /><BR /><b>40.000 Euro</b> für die Lizenz eines behindertengerechten Transportfahrzeugs (38.000 Euro bei E-Auto)<BR /><BR />Die angepassten Summen müssten laut Ramoser nicht mehr von der staatlichen Regulierungsbehörde genehmigt wurden. Stattdessen könnten die zehn neuen Lizenzen endlich ausgeschrieben werden. „Ich bin froh, dass dieser Schritt gemacht wurde. Die Stadt benötigt dringend neue Taxifahrer“, unterstrich die Stadträtin für Mobilität gestern. 80 Prozent der Einnahmen aus den Beiträgen werden an die derzeitigen Inhaber von Taxilizenzen verteilt, die restlichen 20 Prozent bleiben bei der Stadtverwaltung, um den Dienst weiter verbessern zu können – das ist gesetzlich vorgeschrieben.<BR /><BR />Die Genossenschaft Radio Taxi Bozen fordert seit mehreren Jahren eine Aufstockung der Lizenzen. Aktuell gibt es in der Landeshauptstadt 50 Fahrer, die den Beruf ausüben. Zu wenige, wie von der Genossenschaft gesammelte Daten zeigen. Von 200.000 Anfragen konnten im Vorjahr etwa 24.000 Fahrten wegen nicht einsatzbereiter Taxis nicht durchgeführt werden – das entspricht zwölf Prozent aller Taxifahrten. Pro Tag sind es damit durchschnittlich 65 Fahrten, die nicht durchgeführt werden konnten.