Sonntag, 13. März 2016

"Teil des Bergs stürzte auf uns": Überlebende unter Schock

Eine 42-jährige Innsbruckerin ist die einzige Überlebende einer Gruppe aus sieben Personen, die am Samstag im Ahrntal von einer Lawine verschüttet wurde.

Die Innsbruckerin wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus Bruneck gebracht.
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Die Innsbruckerin wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus Bruneck gebracht. - Foto: © D

Die Frau kam mit einer leichten Knieblessur davon, stand jedoch am Sonntag noch unter schwerem Schock. Das Unglück forderte sechs Menschenleben.

„Die Bergspitze stand vor uns, sie war nur wenige Meter von uns entfernt. Plötzlich habe ich einen riesigen Lärm gehört. Ein Teil des Bergs ist auf uns gestürzt. Die Erde ist mir unter den Füßen weggeglitten“, berichtete die Innsbruckerin laut der Tageszeitung „La Repubblica“.

Sie war mit Horst Wallner, Direktor der Nordtiroler Handelskammer (49 Jahre), auf dem Weg zur Spitze des Schneebiger Nocks. Der Stubaier konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. 

Die Innsbruckerin wurde mit einem Hubschrauber zur Koordinierungsstelle der Retter in Rein in Taufers geflogen und von hier zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus von Bruneck.

Sicherheitsvorkehrungen reichten nicht

Außer Wallner starben Südtiroler im Alter von 16 bis 43 Jahren. Sie waren erfahrene Tourengeher und hatten alle die Lawinensonde Arva bei sich. Diese hilft bei der Lokalisierung von Verschütteten.

Einige der Verstorbenen waren sogar mit einem „Airbag“ ausgestattet. Doch selbst diese Sicherheitsvorkehrungen reichten nicht aus, um in der großen Lawine zu überleben.

apa

stol