Donnerstag, 16. März 2017

Telefonseelsorge über WhatsApp und Co.

Jugendliche schütten ihr Herz lieber per WhatsApp oder E-Mail als am Telefon aus: Das erklärte Michael Reiner, Leiter der Jugendberatungsstelle Young+Direct beim Jahresrückblick: „In 7 von 10 Fällen wählten Jugendliche im vergangenen Jahr eines der digitalen Beratungsangebote. Nur 15 Prozent nutzen das Telefon.“

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Foto: © shutterstock

Die Jugendberatungsstelle Young+Direct feiert heuer das 25-jährige Bestehen und ist erfreut, dass sie im vergangenen Jahr 1771 Kontakte verzeichnen konnte.

Ganze 699 Mails gingen im Jahr 2016 bei der Beratungsstelle ein – somit eindeutig die liebste Kommunikationsart bei Young+Direct, dicht gefolgt von 567 WhatsApp-Anfragen. „Auch heikle Themen wurden ohne Probleme über WhatsApp oder E-Mail besprochen“, erklärte Reiner. 

Die Bandbreite  der Gründe, warum junge Menschen die  Jugendberatungsstelle aufsuchen, ist groß. Auf Platz 1 lagen im vergangenen Jahr, mit 41 Prozent, zum wiederholten Male die sogenannten persönlichen Themen, erklärte Young+Direct-Mitarbeiter Piero Balestrini.  Dabei  ging es meist um Lebenskrisen, psychische Probleme, selbstverletzendes  Verhalten und mangelndes Selbstvertrauen. 

D/sk

stol