Am heutigen Montag hat die Landesregierung beschlossen, ihre Filmförderung fortzuführen: 28 Projekte wurden eingereicht, 14 genehmigt. Insgesamt stellt das Land 3,4 Millionen dafür zur Verfügung."Unter den geförderten Projekten sind einige bekannte Namen, das wichtigste Projekt ist allerdings die Fortsetzung der in Südtirol gedrehten Erfolgsserie mit Terence Hill in der Hauptrolle", so Landeshauptmann Luis Durnwalder.In die 16 neuen Folgen der Serie "Un passo dal cielo" (die erste Staffel hatte zwölf Folgen) werden 1,5 Millionen Euro investiert. Im Durchschnitt sahen nicht weniger als 5,9 Millionen Italiener jede Folge der ersten Staffel. Gedreht wird voraussichtlich ab April 2012, es sind 96 Drehtage in Südtirol vorgesehen."Rex": Drehtage im SarntalVoraussichtlich im März folgt eine Folge einer weiteren international bekannten Serie, eine Weihnachtsausgabe von "Rex" mit dem Arbeitstitel "Rex - Hanno rubato il Natale", die im Sarntal produziert wird.Schwarzenberger hat sich im Ahrntal umgesehen"Stille" ist der Arbeitstitel eines Dramas, das der renommierte österreichische Regisseur Xaver Schwarzenberger ("Margarete Steiff", "Copacabana") ab Jänner teilweise in Südtirol realisieren will.Schauplatz des Films rund um einen bekannten TV-Journalisten, der in der Einsamkeit der Südtiroler Bergwelt Frieden sucht, wird wahrscheinlich der Originalschauplatz des gleichnamigen Romans von Tim Parks, das Ahrntal, sein.Auch Moritz Bleibtreu dreht in SüdtirolDer deutsche Schauspielstar Moritz Bleibtreu ("Jud Süß – Film ohne Gewissen", "Goethe!") gehört hingegen voraussichtlich zur Besetzung von "Die schwarzen Brüder", einem Abenteuerfilm für Kinder über Kinder notleidender Bauern, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Schornsteinfeger nach Mailand verkauft wurden.Mit Claudio Santamaria ("Baciami ancora", "Terraferma") in der Hauptrolle wird dagegen das Drama "Il venditore di medicine" in Südtirol verfilmt."Besonders erfreulich ist die hohe Qualität der geförderten Produktionen, zu denen auch Werke Südtiroler Filmschaffender zählen", betont auch BLS-Direktor Ulrich Stofner.So wird etwa Veronika Riz beim Tanzfilm "Lafnetscha" Regie führen und Tizza Covi, die bereits mit ihrem Werk "La Pivellina" international für Furore gesorgt hat, ist die Regisseurin des Dokumentarfilms "Erich Lessing".Experten-Jury wählte 14 Projekte ausBei zehn Projekten der heute genehmigten Ausschreibung wird die Produktion selbst gefördert, vier Projekte erhalten eine separate Produktionsvorbereitungsförderung. Zwei der geförderten Projekte kommen aus Südtirol, vier aus dem restlichen Staatsgebiet, zwei aus Österreich, eines aus der Schweiz und fünf stammen von deutschen Produzenten.Fünf der 14 Filmvorhaben sind Koproduktionen innerhalb des italienisch- und des deutschsprachigen Raums und entsprechen somit der Schwerpunktausrichtung der Südtiroler Filmförderung.Die Empfehlung und Auswahl der Projekte nahm eine Experten-Jury für die Landesregierung vor, der die ehemalige Leiterin der Europäischen Filmförderung, Renate Roginas, namhafte Filmfachleute aus Deutschland und Italien sowie Südtiroler Experten angehören.Politisch von Landesrat Thomas Widmann und technisch von der BLS betreut, ist in Südtirol in den letzten Jahren ein Filmförderungssystem aufgebaut worden, das Teil des Standortmarketings ist und Südtirol als Drehort attraktiv machen soll.Davon soll die heimische Wirtschaft nicht nur imagemäßig, sondern auch monetär profitieren, indem etwa festgeschrieben wird, dass die Projektverantwortlichen 150 Prozent der Summe der Landesförderung als "Südtiroleffekt" im Land investieren müssen.joi/rb/lpaAnm.d.Red. In einer ersten Version des Artikels war von 28 genehmigten Projekten die Rede. Diese Zahl wurde zu einem späteren Zeitpunkt von der Landesregierung korrigiert.