Samstag, 14. November 2015

Terror in Paris: Italien verstärkt Grenzkontrollen

Die italienische Regierung verschärft nach den Anschlägen in Paris die vorbeugenden Maßnahmen im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus und verstärkt dabei auch die Grenzkontrollen.

Foto: © LaPresse

Dies sagte Innenminister Angelino Alfano am Samstag in Rom.

Auf dem gesamten nationalen Gebiet seien die Kontrollen verschärft worden, so Alfano nach einem Treffen mit Premier Matteo Renzi. „Kein Land ist risikofrei von der Terrorgefahr. Dazu ist in Rom die Terrorgefahr wegen der Präsenz des Vatikan groß“, betonte Alfano. 700 Soldaten sollen ab sofort zusätzlich in Rom eingesetzt werden. Dabei sollen sensible Einrichtungen wie Flughäfen sowie Bahnhöfe, Botschaften, Basiliken und wichtige Monumente besonders stark geschützt werden. In allen anderen Flughäfen Italiens wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Das Innenministerium will Kontrollen in den Strafanstalten verschärfen, wo die „Gefahr fundamentalistischer Propaganda unter muslimischen Häftlingen“ stark sei. Bisher habe Italiens Vorbeugesystem gut funktioniert, sagte der Minister. Seit Jahresbeginn seien 55 mutmaßliche Fundamentalisten ausgewiesen, 540 Wohnungen seien durchsucht worden. 56.426 Menschen seien im Zuge der Anti-Terror-Vorbeugung kontrolliert worden.

apa

stol