Das Garantieverhör im Beisein von Pflichtverteidigerin Cristina Berti wurde online abgewickelt. U-Richter Enrico Borelli verfügte, dass der 23-Jährige weiterhin im Trienter Gefängnis in vorbeugender Verwahrungshaft bleibt. <BR /><BR />Seine Verteidigerin will jetzt die Aktenlage genau prüfen, bevor sie über die nächsten Schritte entscheidet. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass ihr Mandant dem Staatsanwalt zu einem späteren Zeitpunkt Rede und Antwort stehen könnte. <h3> Schwere Vorwürfe</h3>Die Vorhaltungen der Trienter Anti-Mafia-Ermittler (DDA) gegen den 23-Jährigen wiegen schwer. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/wieder-terrorverdacht-in-suedtirol-junger-elektrotechniker-verhaftet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="Terrorverdacht">Wie berichtet</a>, wird er der terroristischen Betätigung verdächtigt, weiters der Anstiftung zur Begehung von Straftaten aufgrund rassistischer, ethnischer und religiöser Diskriminierung: Er habe in sozialen Netzwerken Propaganda für nationalsozialistische Ideologien und für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) betrieben. <BR /><BR />Die Verhaftung sei unumgänglich gewesen, da der Verdächtige dabei gewesen sein soll, Vorbereitungen für den Bau eines Sprengsatzes zu treffen, den er auch aus der Ferne hätte zünden können. Er soll telefonisch bereits genaue Anweisungen zur Herstellung eingeholt haben.<h3> Auch Hausdurchsuchung durchgeführt</h3> Ein weiterer Vorwurf gegen den jungen Elektrotechniker aus Meran: Er habe versucht, seine Angehörigen zu radikalisieren, darunter auch seinen erst 10-jährigen Bruder. Mit einem volljährigen Bruder soll er darüber geredet haben, eine Schusswaffe zu kaufen. <BR /><BR />Bei Vollstreckung des Haftbefehls war auch eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Dabei stellten die Ermittler eine Gasmaske und eine beträchtliche Menge Schießpulver sicher, des Weiteren eine Reihe von Gegenständen, mit denen u. a. Geräte zum Aufspüren von Wanzen sowie Funkfernbedienungen hergestellt werden können.