Freitag, 20. November 2015

Terrorangst in Italien: Rom-Metro zum Teil gesperrt

In Italien wächst die Angst vor Terroranschlägen.

Foto: © LaPresse

Wegen eines Bombenalarms wurde auch am Freitag in Rom zum zweiten Mal hintereinander ein Teil der U-Bahnlinie A zwischen Roms Hauptbahnhof Termini und Ottaviano nahe dem Petersplatz unterbrochen. Sicherheitskräfte entdeckten in einem Lagerraum eine Schachtel, die sich jedoch als harmlos herausstellte.

Um die Kontrollen durchzuführen, wurde die U-Bahnlinie vorübergehend unterbrochen, was für erhebliche Probleme sorgte. Bereits am Donnerstag war die U-Bahnlinie A wegen eines Bombenalarms vorübergehend gesperrt worden.

Koffer schreckt Mailand auf

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Mailand, wo ein unbeaufsichtigter Koffer in der U-Bahn-Station nahe des Domplatzes für Aufregung sorgte. Aus Sicherheitsgründen wurde die U-Bahnlinie lahmgelegt. Der Koffer erwies sich bei der Überprüfung ebenfalls als harmlos.

Zusätzliche 250 Soldaten sind in Mailand im Rahmen von Anti-Terror-Maßnahmen im Einsatz. Auf der Grundlage eines Hinweises der USA fahnden italienische Sicherheitskräfte nach fünf Verdächtigen, die fundamentalistische Anschläge auf touristische Ziele in Rom und Mailand geplant haben sollen.

Nach den Anschlägen von Paris wurden in Rom zusätzlich zu den bereits eingesetzten 1.300 Soldaten weitere 700 stationiert. Sie sind vor allem in den U-Bahnen und in Einkaufszentren anzutreffen. Die Zahl möglicher Angriffsziele von Anschlägen sei von 90 auf 150 erhöht worden, hieß es in Medienberichten.

apa

stol