Dienstag, 05. Juli 2016

Terrorprozess in Belgien: 15 Angeklagte bekommen Haftstrafen

Im Prozess um die sogenannte Terrorzelle von Verviers hat ein belgisches Gericht 15 Angeklagte zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und 16 Jahren verurteilt.

Abdelhamid Abaaoud soll als Anführer der Gruppe agiert haben. Er wurde bei einem Polizeieinsatz im November 2015 erschossen.
Abdelhamid Abaaoud soll als Anführer der Gruppe agiert haben. Er wurde bei einem Polizeieinsatz im November 2015 erschossen. - Foto: © APA/AFP

Die Richter sprachen die drei Hauptangeklagten am Dienstag schuldig, als Anführer einer terroristischen Vereinigung einen tödlichen Anschlag geplant zu haben.

Die Hauptangeklagten – Marouane El Bali, Souhaib El Abdi und Mohamed Arshad – sollen für 16 Jahre ins Gefängnis. Omar Damache wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Die übrigen Beschuldigten wurden als Mitglieder dieser Terrorgruppe verurteilt, einige von ihnen auf Bewährung. Die Mehrheit der Angeklagten war nicht zu dem Prozess erschienen – einige sollen sich der Anklage zufolge in Syrien aufhalten.

Abdelhamid Abaaoud als Anführer

Die Staatsanwaltschaft hatte für die vier der insgesamt 16 Angeklagten Haftstrafen zwischen zehn und 18 Jahren beantragt. Anführer der Gruppe von Verviers soll der Islamist Abdelhamid Abaaoud gewesen sein, der bei einem Polizeieinsatz nach den Anschlägen von Paris im November 2015 in Saint-Denis erschossen wurde.

Die Terrorzelle von Verviers im Osten Belgiens soll nicht nur Attentate auf Sicherheitskräfte auf Anweisung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) ausgeübt haben, sie soll eben auch enge Verbindungen zur Jihadistengruppe, die für die Paris- und Brüssel-Anschläge verantwortlich gemacht wird, gehabt haben.

apa/dpa/afp

stol