<b>von Florian Mair</b><BR /><BR />Nach einigen Fragen aus den Reihen der Vinzenz-Geschwister beschloss die Versammlung mit zwei Enthaltungen, das Areal zu kaufen. „Wir haben für Schloss Moos in Wiesen vier Millionen Euro erhalten; etwa zwei Drittel dieses Geldes fließen in den Ankauf“, sagte der Zentralratspräsident. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1303509_image" /></div> <BR /><BR />Laut Erhard werden die drei Schwestern, die derzeit noch im Kloster leben, freiwillig ins Mutterhaus nach Brixen umziehen. „Eigentlich wäre es uns recht, wenn sie noch bleiben würden“, sagte der Präsident im Bozner Pfarrheim. Das Haus Elisabeth auf dem Klosterareal habe die Caritas noch bis 2030 in kostenloser Leihe. „Über das weitere Vorgehen laufen derzeit die Verhandlungen“, berichtete Erhard.<BR /><BR />Die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft werde die Trägerschaft an das Haus der Solidarität in Brixen übergeben – zunächst für den verfügbaren Teil des Geländes, später für das gesamte Areal. Die Nutzung solle sozial Schwächeren zugutekommen, ein fixer Teil davon Frauen in Not, kündigte er an. Sicher sei, dass Anpassungs- und Umbauarbeiten notwendig sein werden. „Dabei hoffen wir auf Landesunterstützung“, betonte Erhard. Die frühere Kalterer Bürgermeisterin Gertrud Benin Bernard meldete sich zu Wort und zeigte sich erfreut über den Ankauf des Klosterareals.<BR /><BR />Präsident Erhard erinnerte zudem an die vielfältigen Tätigkeiten der Vinzenzgemeinschaft – von der Unterstützung von Menschen in finanziellen Notlagen über die Führung von Lebensmitteltafeln und Kleiderkammern bis hin zur freiwilligen Krankenhaushilfe, Gefangenenbetreuung und zu Besuchsdiensten bei einsamen Menschen. <BR /><BR />Die Spendeneinnahmen auf Landesebene lagen 2025 bei knapp 1,21 Millionen Euro – 2024 waren es „nur“ rund 1,176 Millionen Euro gewesen. Die freiwilligen bzw. finanziellen Zuwendungen an Bedürftige beliefen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. „Die Zuwendungen liegen immer über den Spendeneinnahmen“, sagte Erhard. Er dankte allen Spendern, der öffentlichen Hand und allen weiteren Unterstützern, die der Vinzenzgemeinschaft helfen, um zu helfen. Der größte Dank galt den Konferenzen und Helfergruppen.