Dienstag, 12. Mai 2020

Preisschild von falsch gelieferten Sneakers abgerissen – Was tun?

Ende 2019 bestellte ein slowenischer Verbraucher auf einer italienischen Internetseite ein Paar Sneaker zum Preis von 580,00 Euro. Erst nachdem der Verbraucher das Etikett bereits entfernt hatte, stellte er fest, dass der Verkäufer ihm ein falsches Modell geschickt hatte und sandte die Sneakers zurück. Das Europäische Verbraucherzentrum erzählt, was dann geschah.

Im Fall des Monats des Europäischen Verbraucherzentrums geht es dieses Mal um teure Sneakers. (Symbolbild)
Badge Local
Im Fall des Monats des Europäischen Verbraucherzentrums geht es dieses Mal um teure Sneakers. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
Der Onlinehändler weigerte sich jedoch die Retoure des Verbrauchers zu akzeptieren, mit der Begründung, die Schuhe „seien nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand“, der slowenische Käufer hatte ja das Etikett entfernt.

Nun wandte sich der Verbraucher an das Europäische Verbraucherzentrum
(EVZ) Slowenien, welches die Reklamation an uns weiterleitete. Wir nahmen mit dem Verkäufer Kontakt auf und wiesen ihn darauf hin, dass der Verbraucher nicht vom Vertrag zurücktreten, sondern lediglich
seinen Gewährleistungsanspruch geltend machen wollte, da ihm ein
falsches Schuhmodell geschickt worden war.

Im Gewährleistungsfall muss die Ware nicht im Originalzustand zurückgegeben werden. Kurz darauf erreichte das EVZ Italien die positive
Rückmeldung des Händlers: Dieser akzeptierte die Retoure und erstattete
dem Verbraucher den Betrag von 580,00 Euro.

stol