Samstag, 14. April 2018

Thailand: Das Fest der Verkehrstoten

Während der ersten drei Tage des thailändischen Neujahrsfestes sind in dem südostasiatischen Land mindestens 188 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1900 Menschen wurden verletzt, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Mindestens 3000 Fahrzeuge wurden wegen diverser Verkehrswidrigkeiten beschlagnahmt, vor allem wegen Alkohols am Steuer.

Die thailändischen Feiertage werden auf Grund der vielen Verkehrsunfälle auch „Sieben Tage des Todes“ genannt.
Die thailändischen Feiertage werden auf Grund der vielen Verkehrsunfälle auch „Sieben Tage des Todes“ genannt. - Foto: © shutterstock

Das Neujahrs-Fest Songkran wird jedes Jahr im April in Thailand gefeiert. Dieses Jahr begann es am Donnerstag, es dauert bis Montag. Es ist auch als Wasserfest bekannt, die Menschen feiern, indem sie sich gegenseitig nass spritzen.

Während der Feiertage ist die in Thailand ohnehin hohe Unfallzahl immer besonders hoch. Meist sind Motorräder beteiligt, das in ländlichen Gegenden vorherrschende Verkehrsmittel.

Besonders groß ist die Gefahr rund um Songkran, weil viele Leute zu Verwandten und Freunden fahren und dann auch betrunken unterwegs sind. Die Zeit wird deswegen die „Sieben Tage des Todes“ genannt.

Wegen der vielen Verkehrstoten ist auch die thailändische Justiz inzwischen zu drastischen Methoden übergegangen. Dazu gehört beispielsweise, dass Verkehrssünder in Leichenhäuser geschickt werden, um dort zu putzen.

dpa

stol