Montag, 09. Juli 2018

Thailand: Insgesamt 8 Jungen gerettet - Aktion unterbrochen

Nach den 4 Jungen am Sonntag, sind am Montag wieder 4 Jungen in Sicherheit gebracht worden. Rund um die Welt hoffen viele jetzt darauf, dass das Höhlendrama in Thailand für alle Eingeschlossenen glücklich zu Ende geht. Doch noch ist der Einsatz nicht vorbei.

Rettungskräfte und Polizei schirmen die geretteten Jungen vor neugierigen Blicken ab.
Rettungskräfte und Polizei schirmen die geretteten Jungen vor neugierigen Blicken ab. - Foto: © APA/AFP

Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen und Zittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Mit einer neuen Rettungsaktion über viele Stunden hinweg gelang es Spezialtauchern am Montag, vier weitere Kinder aus der Höhle im Norden des Landes ans Tageslicht zu bringen, wie die thailändische Marine bekanntgab.  (STOL hat berichtet) Damit sind nun acht Spieler der Fußball-Mannschaft gerettet. Vier Jungen und ihr Betreuer müssen noch in der Höhle ausharren.

„2 Tage, 8 Wildschweine“, hieß es in dem Facebook-Post der Thai Navy Seals in Anspielung auf den Namen des Jugendteams.

Vermutlich wird die Rettungsaktion nun am Dienstag fortgesetzt, wenn die Taucher neue Kräfte gesammelt haben und auch die Versorgung mit Atemluft auf dem vier Kilometer langen Weg nach draußen sichergestellt ist. Möglicherweise wird dann gleich versucht, die letzten fünf Eingeschlossenen zusammen herauszuholen. Offiziell gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Spezialtaucher aus aller Herren Länder im Einsatz

Der Einsatz stützt sich auf ein Team von mehr als einem Dutzend internationalen Spezialtauchern.

Weil in Südostasien gerade Monsun-Saison ist und neue schwere Regenfälle drohen, ist die Mission auch ein Kampf gegen die Zeit. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar. Die geretteten Kinder werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt. (STOL hat berichtet)  

Familien zu Besuch

Die insgesamt acht bisher aus einer Höhle in Thailand geretteten Buben sind nach offiziellen Angaben allesamt wohlauf. Der Leiter der Rettungsaktion, Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, sagte am Montagabend (Ortszeit) vor Journalisten in der nahegelegenen Stadt Mae Sai: „Sie sind alle sicher und gesund.“ Inzwischen hätten die ersten Buben auch Besuch von ihren Familien bekommen.

Zweite Großeinsatz verlief sehr gut

Nach Angaben von Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn lief der zweite Großeinsatz seit 11 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ). Er dauerte dann bis in den Abend. Die Höhle ist nach seiner Darstellung weiterhin teilweise überflutet, das Wasser aber gesunken. „Der Wasserstand ist tief. Das Wetter ist gut. Die Ausrüstung ist bereit“, sagte er zu Beginn der Aktion.

Nach Regenfällen über Nacht schien am Montag in der Region die Sonne. „In ein paar Stunden werden wir gute Nachrichten bekommen“, sagte der Gouverneur – damit behielt er dann auch Recht.

Rettung sehr gefährlich

Die Rettung des Fußballteams namens „Wildschweine“ ist sehr gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher. Jetzt nehmen jeweils zwei Retter die Jungen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Insgesamt sind mehr als tausend Retter im Einsatz.

dpa/stol

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