Das Verfahren richtet sich gegen den Pragser Bürgermeister Friedrich Mittermair. Im Raum steht der Vorwurf auf Amtsmissbrauch bzw. im Fall von Heiss der externer Beihilfe dazu im Raum. Mittermair wird auch Falschbeurkundung vorgeworfen. <h3> Das ist der Vorwurf</h3>Ihm wird zur Last gelegt, sich bei der Ausstellung der Baukonzession für den Parkplatz auf einen Beschluss der Landesregierung berufen zu haben, wohl wissend, dass es sich dabei nur um ein landesinternes Promemoria gehandelt habe. Heiss, der Besitzerin des Hotels Pragser Wildsee wiederum sei – als Inhaberin des Grundes, auf dem der Parkplatz errichtet wurde – ein Vorteil erwachsen. <h3> Ex-Landesrat Richard Theiner im Zeugenstand</h3>Ex-Landesrat Richard Theiner trat am gestrigen Montag für die Verteidigung in den Zeugenstand. Er berichtete, dass es im März und im Mai 2016 zu Lokalaugenscheinen am See gekommen sei. Er habe dann aufgrund der untragbaren Situation, von der er sich selbst überzeugt und über die die Bevölkerung geklagt habe – „und nicht irgendwelche Lobbies“ – ein Promemoria in die Landesregierung gebracht, damit im Dringlichkeitsweg eine provisorische Lösung für den anstehenden Sommer 2016 gefunden werden sollte. <h3> „Es war Gefahr im Verzug“</h3>Der Antrag der Gemeinde zum Parkplatzbau sei da schon vorgelegen, doch wäre eine Bauleitplanänderung so schnell nicht zu schaffen gewesen, erklärte Theiner. Mit dem Promemoria sei klargemacht worden, was die Landesregierung will, die zuständigen Ämter seien damit angewiesen worden, die provisorische Ermächtigung auszustellen. <BR /><BR />„Nicht einmal Rettungsfahrzeuge kamen mehr durch, wenn deswegen jemand zu Schaden gekommen wäre, hätte man uns womöglich angeklagt wegen Unterlassung von Amtshandlungen: Es war Gefahr im Verzug“, unterstrich Theiner. Der Prozess wird am 25. September mit weiteren Zeugen fortgesetzt.