Dienstag, 24. April 2018

Thema Wolf: „Es geht um unsere Existenz“

Den betroffenen Bauern eine Stimme geben und ihre Sorgen über die Verbreitung der Wölfe vor Augen führen: Das will der Südtiroler Bauernbund mit mehreren Videos, in denen Landwirte ihre Erfahrungen mit dem Raubtier schildern.

Im ersten Video berichtet Bauer Franz Anton Reiterer (im Bild) von seinen Erlebnissen mit dem Wolf. - Foto: Bauernbund
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Im ersten Video berichtet Bauer Franz Anton Reiterer (im Bild) von seinen Erlebnissen mit dem Wolf. - Foto: Bauernbund

In den Videos kommen Landwirte und Weidetierhalter zu Wort, die bereits Tiere durch Wolfsangriffe verloren haben. Sie machen sich Sorgen um die Zukunft der Weidetierhaltung und stehen stellvertretend für viele weitere Tierhalter, die derzeit überlegen, ob sie ihre Schafe, Ziegen und Jungrinder im bevorstehenden Almsommer überhaupt auftreiben sollen.

Im ersten Video berichtet Bauer Franz Anton Reiterer von seinen Erlebnissen mit dem Wolf. Der Landwirt aus Verschneid in Mölten hat im vergangenen Almsommer 80 Schafe und 16 Ziegen durch Wolfsattacken auf der Fedaia-Alm im Fassatal verloren. Er bedauert das Leid der gerissenen Tiere und fragt sich, wie er künftig mit der Alpung der Tiere weitermachen soll.

Weitere Videos folgen

Weitere Kurzvideos, die der Bauernbund derzeit erstellt, werden folgen. Die Videos sollen dazu beitragen, dass die Bevölkerung sensibel für die Gefahr durch die Wölfe wird. Deren unkontrollierte Ausbreitung bringt die klein strukturierte Berg- und Almwirtschaft in Gefahr.

Beweidete Almen sind aber nicht nur unverzichtbar für die Landwirtschaft und die tiergerechte Haltung, sondern auch Grundlage für das Südtiroler Landschaftsbild, die Freizeitgestaltung und den heimischen Tourismus.

stol

stol