„Kommt und seht“ rief Bischof Ivo Muser den Maturanten am Dienstag zu und ermutigte sie, bei diesem Berufs-Info-Tag einen Schritt von außen nach innen zu machen, von der Außen- zur Innenschau.Bei der zweisprachigen Veranstaltung ging es auch darum, die Vielfalt kirchlicher Berufe bekannt zu machen und den verschiedenen Berufsfeldern „ein Gesicht zu geben“.Birgit Dissertori Psenner zeigte in ihrem Einführungsreferat auf, wo es Theologinnen und Theologen in der Kirche braucht: beim Dienst am Menschen, bei kirchlichen Festen, in kirchlichen Ämtern, in der Schule, in der Entwicklungshilfe und in der Pastoral. Aber nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Politik, in der Wirtschaft, in der Arbeitswelt, in der Weiterbildung und im Einsatz für die Schöpfungsverantwortung werden theologisch gebildete Personen gebraucht, die sich zu Wort melden und sich für christliche Werte einsetzen.Neben Vorträgen und Workshops gab es einen Ort der Stille, Filme wurden gezeigt und mehrere Personen gingen ins Gespärchscafé, wo die Maturanten mit verschiedenen Personen ins Gespräch kommen konnten. Der Gefangenenseelsorger P. Roland Faustin war ein gesuchter Gesprächspartner. Er informierte über seine Arbeit mit und für die Gefangenen und über die zahlreichen Gespräche mit den Inhaftierten. Dabei hob er immer wieder hervor, dass im Mittelpunkt seiner Tätigkeit der Mensch steht. „Die Gefangenenseelsorge ist eine Missionsarbeit, bei der auch viele Freiwillige mithelfen“, so P. Faustin.Fragen ganz unterschiedlicher Art wurden auch an Bischof Ivo Muser gestellt – von seinem Tagesablauf zur Frage nach dem Zölibat, über die Frage, wie er von seiner Ernennung erfahren hatte, bis hin zu seinen Aufgaben als Bischof. „Dabei“ – so der Bischof – “geht es mir vor allem darum, Wegbegleiter für die Menschen zu sein – als Priester und als Bischof – und im Reden und Tun auf einen Größeren, auf Christus, zu verweisen.“Abgeschlossen wurde der TheoTag mit einem gemeinsamen Mittagessen im Priesterseminar. Auch dieses gemeinsame Essen wurde noch für verschiedene Gespräche, für Fragen und Hintergrundinformationen genützt.