Dienstag, 15. November 2016

Think Tank Sud: Bozen soll Kreativ-Stadt werden

Auch das Viertel Bozen-Süd könnte in naher Zukunft richtig „cool“ werden. Ideen und Visionen gibt es mehrere. Sie müssen nun konkretisiert und in die richtigen Bahnen geleitet werden. Am Montagabend haben sich in der Messe Bozen dazu Unternehmer und Verbandsvertreter getroffen. Eines kam klar zum Ausdruck: Man wünscht einen Aufschwung.

Auch Bozen-Süd soll aufgewertet werden.
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Auch Bozen-Süd soll aufgewertet werden.

Überaus kreative Ideen gibt es bereits genug. Stichwort Studentenprojekt: Die Universitäten von Bozen und Innsbruck haben in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Eurac im vergangenen Februar ein Projekt auf die Welt gebracht. Wenn man junge kreative Köpfe auf eine Sache ansetzt, dann werden zumeist Vorschläge zur Diskussion gestellt, die auch älteren Semestern das Wort „cool“ entlocken.

„Think Tank Sud“ nennt sich das Ideensammelsurium, welches von Robert M. Veneri von der Universität Innsbruck präsentiert wurde. Die Studenten haben sich mit verschiedenen Ebenen beschäftigt. Die Bereiche Mobilität, Identität und Arbeitswelt wurden ebenso unter die Lupe genommen wie Wohnraum, Kunst und Kultur. „Die Studenten haben sich mit einer Reihe von Fragen beschäftigt und nach Antworten gesucht“, sagte Veneri.

Tretboote, Dachlandschaften und Bienenstöcke

Vorschläge sind unter anderem eine Seilbahn-Anbindung ins Überetsch, aber auch eine Tretbootfahrt vom Zentrum in die sogenannten Industriezone. Außergewöhnlich ist der Vorschlag, die Dachlandschaften der Produktionsbetriebe miteinander zu verbinden. Imkern soll es ermöglicht werden, ihre Bienenstöcke in Bozen-Süd aufzustellen. „Studien haben ergeben, dass der Stadt-Honig qualitativ hochwertiger ist, da den Tieren mehr verschiedene Pflanzen zur Verfügung stehen“, sagte Veneri. In ihrem Ideensog wurden schlussendlich das Volk der Bozianer geboren, die die neue Nutzergeneration der Zukunft von Bozen-Süd darstellen.

Eurac-Präsident und Universitätsprofessor Roland Psenner erklärte, dass Städte heutzutage wieder als Chance für eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung gesehen werden. Im Fall von Bozen gehöre dafür aber der Masterplan überarbeitet, da dieser Bozen-Süd als reine Produktionszone ausweise. „Die Gemeinde ist gefordert“, sagte Psenner.

fin

stol