Seit Jahren wird in Bozen über das Projekt Tiefgarage am sogenannten Siegesplatz diskutiert und debattiert, Bagger sind noch keine aufgefahren. Und derzeit scheint es so, als werde das noch lange so bleiben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1051581_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Vizebürgermeister Stephan Konder (SVP) geht dennoch davon aus, „dass das Projekt noch in dieser Legislaturperiode genehmigt wird und dass es keine weiteren Verzögerungen gibt. Das Thema des steigenden Grundwassers wird heute (gestern; Anm. d.Red.) in der Kommission für öffentliche Arbeiten thematisiert. Die Techniker der Gemeinde haben die Lage überprüft und informieren die politischen Entscheidungsträger. Bei der geplanten 5-stöckigen Garage beträgt die Differenz zum Grundwasserspiegel über 10 Meter. Deshalb ist das für die Tiefgarage unbedenklich.“ <BR /><BR /><BR />Die politischen Entscheidungen bezüglich der Genehmigung der Tiefgarage sollten laut Konder bald fallen. „Die Abstimmung im Gemeinderat wird, falls möglich, innerhalb Ende Juli stattfinden, ansonsten innerhalb Ende August. Dann kommt das Projekt konkret in die Umsetzungsphase.“ <BR /><BR /><BR />Gestern hätten sich die anwesenden Stadträte alle für das derzeitige Projekt mit 5 Untergeschossen ausgesprochen. „Nur die Kollegin Chiara Rabini von den Grünen ist, wegen des steigenden Grundwasserspiegels, etwas skeptisch.“ Allerdings sei der Stadtrat vor einem Jahr einstimmig für die 5-stöckige Variante gewesen. „Eine Reduzierung der Geschosse von 5 auf 4 würde bedeutet, dass man mit dem Projekt noch einmal komplett neu starten müsste, zumal man dann ja auch die Wirtschaftlichkeit neu überprüfen müsste.“<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1051584_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Rudi Benedikter, Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat, sieht das anders. Seine Partei fordert ein „verkleinertes Projekt auf 3 Stockwerke. Damit wäre auch das Thema des steigenden Grundwassers grundsätzlich gelöst.“ Stadtrat Konder habe bezüglich der Grundwassersituation neue Untersuchungen in Auftrag gegeben, die für eine Neuplanung auf jeden Fall abzuwarten seien. „Zuerst eine Neuerhebung der Situation und erst dann Entscheidungen treffen, das fordern wir. Es ist sinnvoll und vernünftig, hier nicht einfach blind draufloszuarbeiten für eine zu große uns vor allem funktional nicht geeignete Tiefgarage. Es ist wichtig, dass man sich die Zeit für das passende Projekt nimmt, das für das Stadtviertel geeignet ist“, so Benedikter. <BR /><BR /><BR />„Wir fordern den Stopp des derzeitigen Projekts und eine Tiefgarage nur für die Anrainer, also für das Stadtviertel. Wir sind gegen blaue Parkplätze für Pendler und Touristen an einem solch zentralen Ort. Es ist notwendig, im Sinne des nachhaltigen Verkehrsplans, überall wo es möglich ist, blaue Parkplätze zu reduzieren oder keine neuen zu machen. Das ist unsere Position.“ Es sei möglich, das Projekt zu verkleinern, ohne Jahre zu verlieren. „Das kann im Laufe des Herbstes politisch beschlossen werden. Ob 5 oder 4 Stöcke gebaut werden, ist technisch gesehen kein Problem.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1051587_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Bürgermeister Renzo Caramaschi hofft, „dass wir mit dem Projekt Tiefgarage weitermachen können. Stadträtin Rabini hat heute (gestern; Anm.d.Red.) Zweifel geäußert, aber die Grünen haben ab und an Gewissensbisse. Sie können sich heute (gestern; Anm.d.Red.) die Erläuterungen zum Thema Grundwasser der zuständigen Experten der Gemeinde in der zuständigen Kommission anhören. Die Techniker lügen nicht. Wer ohne vorgefertigte Meinung ist, wird verstehen. Wer hingegen in einem gewissen politischen Spektrum auf Stimmenfang gehen will, wird nicht hinhören. Jedenfalls werden wir das Projekt innerhalb der Koalition bald diskutieren und schließlich im Stadtrat eine Entscheidung treffen. Die Entscheidung fällt im Gemeinderat. Letztlich muss jeder die Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen“, unterstrich Bürgermeister Caramaschi.